Erstellt am 14. Dezember 2015, 11:30

St. Pölten ehrt Travnicek, Sochurek und Fischer-Badr. Neo-Preisträger J. F. Sochurek reagierte mit "freudigem Schreck". Er denkt nicht ans Aufhören, ebenso wenig wie Jasmin Fischer-Badr und die Traismaurer Erfolgsautorin Cornelia Travnicek.

St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler überreichte im Rathaus die Preise an J. F. Sochurek (Dritter von links), Cornelia Travnicek (Zweite von links) sowie Jasmin Fischer-Badr. Mit dabei waren die Jury-Vorsitzenden Thomas Fröhlich (links, für die Förderungspreise) und Karl-Heinz Maringer (rechts, für den Prandtauerpreis).  |  NOEN, Mario Kern

Arrivierte wie aufstrebende, aber in jedem Fall verdiente Künstler und Wissenschafter ehren – das ist seit jeher das Ziel der Stadt mit dem Prandtauerpreis und den Förderungspreisen für Wissenschaft und Kunst. Dementsprechend verdient sind der 37. Prandtauerpreisträger J. F. Sochurek sowie die 38. und 39. Förderpreisträgerinnen Jasmin Fischer-Badr und Cornelia Travnicek.

Für seine langjährige und vielfältige Tätigkeit als Künstler, der in vielen Kunstformen und Stilen beheimatet ist und auch das öffentliche Bild der Landeshauptstadt mitgeprägt hat, ist J. F. Sochurek: „Ich habe mit freudigem Schreck auf diesen Preis reagiert, denn er geht mit dem Alter einher. Ich weigere mich, mein Werk als abgeschlossen zu sehen, freue mich aber sehr über diese Auszeichnung.“

Jasmin Fischer-Badr wurde als Pädagogin mit dem Förderungspreis für Wissenschaft und Kusnt bedacht, weil sie mit Projekten wie der Vifkids-Kinderakademie und der Sommerakademie für pädagogische Impulse sorgt: „Ich freue mich besonders, dass ich diesen Preis am Tag der Menschenrechte erhalten darf.“

Cornelia Travnicek wurde für ihr literarisches Schaffen ausgezeichnet, das unter anderem den Ingeborg-Bachmann-Publikumspreis, den Theodor-Körner-Preis und den Anerkennungspreis des Landes beinhaltet. „Früher hieß, man müsse es zuerst im Ausland geschafft haben, um als Künstler in der Heimat anerkannt zu werden. Ich freue mich sehr, dass sich das geändert hat.“ Travnicek ist demnächst am 14. Jänner im Cinema Paradiso mit ihrem Buch „Junge Hunde“ zu hören. Dabei wird auch die Verfilmung ihres Bestsellers „Chucks“ gezeigt.