Erstellt am 14. Juni 2017, 05:47

von Mario Kern

„Ironman nicht an See-Trübung schuld“. Grünen-Gemeinderat Markus Hippmann glaubt, dass Sport-Event negativen Einfluss auf Seen hat. Stadt sieht keine Mängel.

Die Trübung des Viehofner Sees führt die Stadt  |  NOEN, auf blühende

Den Ironman 70.3 selbst hält Grünen-Gemeinderat Markus Hippmann für einen „der Besten seiner Art“. Dass die Schwimm-Strecke aber auch durch den Viehofner See führt, ist dem Mandatar ein Dorn im Auge. Er fordert deshalb, dass sich der Schwimm-Part wieder auf den Ratzersdorfer See beschränkt. „Damit die im und um den Viehofner See lebenden Tiere auch weiterhin ungestört das Naturschutzgebiet für sich haben“, so Hippmann.

Außerdem habe sich der See den ganzen vergangenen Sommer nicht richtig erholen können, hätten ihn besorgte Bürger aufmerksam gemacht. „Schlingpflanzen, die für gewöhnlich auf den Grund des Sees gehören, sind an der Oberfläche geschwommen, der ganze See war stark aufgewühlt.“

Kein Mangel der Wasserqualität feststellbar

Rathaussprecher Martin Koutny merkt dazu an, dass bei den jährlich 40 Ironman-Rennen in ganz Europa zumeist in Seen geschwommen werde und dass der Viehofner See kein Naturschutzgebiet sei. Die beim Nordwest-Ufer eingerichtete „Schutzzone für brütende Wasservögel“ werde abgegrenzt und nicht für den Ironman benutzt.

Eine Trübung des Viehofner Sees könne auftreten, wenn Wasserpflanzen zu blühen beginnen. „Weil das Wasser kippen könnte, werden sie gemäht und entsorgt.“ Einzelne Stängel können dabei ans Ufer gespült werden, so Koutny. „Sie stellen aber keinerlei Mangel, insbesondere der Wasserqualität, dar.“