St. Pölten

Erstellt am 25. April 2017, 05:30

von Daniel Lohninger

ÖBB wollen Kapazität derzeit nicht erhöhen. Züge, in die nur Gäste mit Reservierung einsteigen können, seien die Ausnahme, betont Bahn-Sprecher.

Nina Gamsjäger  |  NOEN, Nina Gamsjäger

„Zug ist voll, bitte nicht einsteigen.“ Mit dieser Durchsage sind Pendler am St. Pöltner Hauptbahnhof öfter konfrontiert. Rein in den Zug geht es dann nur für jene, die einen Sitzplatz reserviert haben. Warten auf den nächsten Zug ist für die anderen ÖBB-Kunden die einzige Option.

Mehrfach war das am Oster-Wochenende der Fall, auch bei Zügen vom Wiener Hauptbahnhof in Richtung St. Pölten. ÖBB-Sprecher Christopher Seif verweist auf NÖN-Anfrage darauf, dass die ÖBB an den Feiertagen insgesamt 10.000 zusätzliche Sitzplätze angeboten haben. Aber die dürften offensichtlich nicht ausgereicht haben. Gerade an stark frequentierten Tagen rät Seif deshalb, die Sitzplätze auch bei kurzen Strecken bereits im Voraus zu reservieren.

18 Prozent mehr Fahrgäste als 2016

Dass die Züge auf der Strecke zwischen St. Pölten und Wien häufiger überfüllt sind, bestreitet Seif. Eine deutliche Steigerung des Fahrgast-Aufkommens zwischen St. Pölten und Wien sei allerdings zu bemerken. So stieg deren Zahl im Jänner und Februar im Vergleich zu 2016 um 18 Prozent.

Mit den bestehenden Kapazitäten sei dieser zusätzliche Andrang aber noch zu bewältigen. „Systematische Überfüllung von Zügen gibt es derzeit nicht, weshalb wir vorerst keine Kapazitätsausweitung planen“, so Seif. Dass zu Spitzenzeiten auf kurzen Teilstrecken nicht alle Reisenden einen Sitzplatz vorfinden, könne man leider nur mit einem Reservierungssystem ausschließen. Und das würde die Flexibilität der Reisenden erheblich einschränken.