Erstellt am 14. Juni 2017, 18:45

von Mario Kern

Plattform Kulturhauptstart: „Brauchen Startschuss“. Zum Start der Ausschreibungsfrist stellte St. Pölten seine Vorzüge im Bundeskanzleramt vor. Plattform Kulturhauptstart ist überzeugt: „Die Zeit drängt.“

Bei der Konferenz im Kanzleramt: Stadtarchäologe Ronald Risy (l.) und Stadtmuseumsleiter Thomas Pulle (Mitte) mit Susanne Wolfram, Jakob Redl und Klaus Michael Urban von der Plattform Kulturhauptstart.  |  NOEN, privat

Mit der Präsentation von sechs interessierten Städten beziehungsweise Regionen startete in der Vorwoche die Ausschreibungsfrist für die Europäische Kulturhauptstadt 2024.

Zur Konferenz im Bundeskanzleramt kamen neben Repräsentanten der Regionen Rheintal, Salzkammergut, Obersteiermark-West sowie Wels und Baden auch Vertreter der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Stadtmuseumsleiter Thomas Pulle stellte in fünf Minuten die Vorzüge der Stadt vor. „Der aus der Zivilgesellschaft kommende Bottom-up-Prozess kam bei den Kulturhauptstadt-Experten gut an“, erzählt Jakob Redl von der Plattform Kulturhauptstart. „Dieser Prozess ist ein deutliches Alleinstellungsmerkmal.“

Die Zeit für die Bewerbung drängt

Die Plattform will sich beim nächsten Jour fixe am Mittwoch, 21. Juni, im Cinema Paradiso darüber Gedanken machen, was der Bewerbungsprozess unbedingt benötigt. „Die gegenwärtigen Entwicklungen sind erfreulich, doch die Zeit drängt“, betont Jakob Redl. Die Bewerbungsanforderungen seien sehr vielfältig und würden viel Zeit benötigen – die Einreichfrist endet Ende 2018. „Deshalb sollte die Entscheidung jetzt im Sommer fixiert werden. Was wir dringend brauchen, ist ein Startschuss und die gemeinsame Ansage ‚Ja, wir wollen das!‘“

Eine definitive Zusage liefert die Stadt weiter nicht. „Wir fleißig am Überlegen, wollen aber auch auf die Präsentation der Studie Mitte Juli warten. Wir sind dran an der Sache“, erklärt Kulturamtsleiter Thomas Karl.