Erstellt am 11. Juli 2016, 13:44

Kurios: St. Pöltner klaute Kinderrad. Mann flog in Tullnerbach-Pressbaum aus dem Zug, weil er kein Ticket hatte. Seine Idee heimzuradeln, war nicht von Erfolg gekrönt.

Symbolbild

Mit einem Kinderrad war ein erwachsener St. Pöltner in Pressbaum unterwegs. Das kam Beamten der Polizeiinspektion verdächtig vor. Sie hielten den Mann an und er gab zu, dass das Rad nicht seines war. Der Sportsfreund hatte das Kinderrad bei der Bahnstation Tullnerbach-Pressbaum geklaut.

Er sei mit der Bahn unterwegs gewesen, habe aber Geldbörse und Fahrkarte verloren, und deswegen habe ihn der Schaffner aus dem Zug geschmissen, gab der St. Pöltner gegenüber der Polizei an. Mit dem gestohlenen Kinderrad wollte er nach Hause radeln. Der Mann ist einschlägig vorbestraft. Jetzt setzt es erneut eine Anzeige.

Zunächst war unklar, wem das Rad gehört. Dass die Geschädigten gesucht werden, las in der Purkersdorfer NÖN Agnes Steffek, die ehrenamtlich eine syrische Flüchtlingsfamilie in Tullnerbach betreut. Und genau dieser Familie war ein Kinderrad gestohlen worden. Ein Anruf bei der Polizei genügte, dann war klar: Das gestohlene rote Rad gehört der sechsjährigen Tochter.

Die Flüchtlingsfamilie war mit dem Zug nach Wien zu Freunden gefahren. Nachdem die Familie nur ein Radschloss hat, konnten nur zwei Räder abgesperrt werden, das Kinderrad musste sie unversperrt bei der Bahnstation stehen lassen. Groß war natürlich die Enttäuschung, als der Diebstahl bemerkt
wurde.

Umso größer war jetzt die Freude, dass das Rad wieder da ist. „Die Kleine war total glücklich, als sie ihr Rad wieder in Empfang nehmen konnte“, erzählt Inspektionskommandant Josef Erber.