Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:13

von Daniel Lohninger

Stadt jubelt über IKEA. Ecopoint leitete Deal ein und erwartet sich Standort-Plus für ganze Stadt.

Die schwedische Möbel-Kette IKEA wird Ende März im Traisenpark den erst zweiten Standort in Niederösterreich eröffnen.  |  NOEN, IKEA
40 Millionen Euro investieren die Betreiber in Sanierung und Ausbau des Traisenparks. Nach Nordsee und Interspar hat Center-Managerin Anita Bräunlich jetzt mit IKEA den bislang größten neuen „Fisch“ an Land gezogen. Der schwedische Möbelkonzern wird im Traisenpark seinen zweiten Standort in Niederösterreich eröffnen (die NÖN berichtete online exklusiv).

In der NÖ-Landeshauptstadt wird IKEA zum ersten Mal in Österreich ein völlig neues Konzept umsetzen: Auf 1.800 m2 eröffnet IKEA Ende März eine Service- und Abhol-Station, die einen Mix aus Planungsstudio, Kundenservice und Selbstabholung bestellter IKEA-Produkte bieten wird. „Damit werden wir leistbare, hochwertige und schöne Einrichtung noch näher an unsere Kunden in der Region bringen“, freut sich IKEA-Property-Manager Rodolphe de Campos. Mit den Bauarbeiten geht es Anfang Jänner los. Eine Million Euro investiert der schwedische Möbelriese in den Standort, an dem 20 Mitarbeiter beschäftigt sein werden.

„St. Pölten stand in direkter Konkurrenz
zu anderen Standorten. Letztlich hat sich
das beste Angebot durchgesetzt.“
Christoph Schwarz, Ecopoint

Dass es beliebte IKEA-Elemente wie Musterzimmer und Markthalle nicht geben wird, sieht de Campos als keinen Nachteil: „Die Besucher werden trotzdem jedes Mal etwas Neues entdecken können.“ Es werde in St. Pölten Ausstellungsflächen geben, auf denen Ausschnitte von Musterzimmern zu sehen sind. Diese werden, anders als bei anderen IKEA-Filialen, jedes Monat mindestens einmal verändert. Zudem wird es auch eine Auswahl an MarktplatzArtikeln geben. Größtes Plus des Konzeptes in St. Pölten sei aber, so Projektleiter Uwe Kurz, dass man bestellte Waren bereits einen oder zwei Tage nach der Bestellung abholen könne.

Stolz ist man auch im Rathaus auf die prominente Neuansiedlung. Die Wirtschaftsservicestelle Ecopoint habe die Grundlagen dafür geschaffen, betont Bürgermeister Matthias Stadler: „Wir sind seit längerer Zeit mit IKEA in Gesprächen.“ Ecopoint habe mehrere Vorschläge für geeignete Standorte gemacht und die Kontakte hergestellt. „St. Pölten stand in direkter Konkurrenz zu anderen Standorten. Letztlich hat sich das beste Angebot durchgesetzt“, erklärt Ecopoint-Chef Christoph Schwarz.

Ausschlaggebend gewesen seien unter anderem das professionelle Management des Traisenparks, die gute Infrastruktur und die Tatsache, dass St. Pölten als Handelsstandort immer attraktiver werde. Schwarz und Stadler erwarten sich durch IKEA jedenfalls eine weitere Aufwertung des Standortes St. Pölten.
Abseits des IKEA-Coups sorgt der Traisenpark auch mit einer anderen Innovation für Aufmerksamkeit. Unter dem Slogan „Smiley Shopping“ startete das Einkaufszentrum eine weltweit einzigartige Shopping-App. Auf dem Smartphone kann man durch eine Vielzahl von Aktivitäten Bonuspunkte verdienen, die gegen Einkaufs-Gutscheine eingetauscht werden können.