St. Pölten

Erstellt am 25. April 2017, 05:25

von Nadja Straubinger

Stadt rüstet sich für zukünftige Sicherheit. Manager für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie Sicherheitsstadtrat sollen Bedrohungen im Keim ersticken.

Sicherheit neu aufgestellt: Bürgermeister Matthias Stadler (2. v. l.) mitSicherheitsstadtrat Ewald Buschenreiter, dem Manager für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Peter Puchner und dem Leiter der Magistratsabteilung für Arbeitnehmerschutz Christoph Schnabel.  |  NOEN, Straubinger

Mit Unwettern, Hochwasser und Gasexplosionen hatten es die Einsatzkräfte in St. Pölten bereits zu tun. Um auch für andere Bedrohungen in Zukunft gerüstet zu sein, managt nun Peter Puchner statt dem Büro V die Katastrophenhilfe und den Bevölkerungsschutz in der Landeshauptstadt. „Es geht um die Grundfragen, wie die Strukturen im Sicherheitsbereich auszusehen haben. Wir wollen vorbereitet sein“, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler die Schaffung dieser Funktion.

Puchner arbeitet bereits in seinem neuen Büro in der Feuerwehrzentrale. „Wir haben bereits ein Arbeitsprogramm zusammengestellt. Unter anderem wird die kritische Infrastruktur geprüft“, so Puchner. Nach Situationen wie in Paris und Stockholm sei das nötig. Stadler hält St. Pölten zwar nicht für ein prioritäres Terrorziel, man müsse das Thema aber diskutieren. „Der Bahnhof ist ein Verkehrsknotenpunkt, das muss man sich anschauen. Es geht auch darum, der Bevölkerung die Angst zu nehmen“, so Stadler.

Für Puchner ist „Sicherheit ein Grundbedürfnis der Bevölkerung“. Um diese und auch das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung weiter zu stärken gibt es nun auch einen Sicherheitsstadtrat. Ewald Buschenreiter wird im Amt den Dialog zwischen Bürgern, Gemeinden und der Polizei fördern. „Es muss jemanden geben, der die Einsatzorganisationen unter einem Hut koordiniert, für bestmöglichen Schutz und Vorsorge“, ist Buschenreiter überzeugt. Schon in den nächsten Wochen will er mit Puchner die relevanten Organisationen besuchen.

Für den ebenfalls zu Verbesserung der Sicherheit im Gemeinderat beschlossenen Sicherheitsgipfel gibt es derweil noch keinen Termin. „Das soll aber bis zum Sommerbeginn geschehen“, heißt es aus dem Rathaus.

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