Erstellt am 31. März 2017, 05:00

von Beate Steiner

Urlaubsplanung 2017: „Die Türkei ist tot“. Spanien und Griechenland sind beliebte Ziele. USA und Türkei wenig gebucht.

Blick auf Reykjavik. Die isländische Hauptstadt wird wie der Norden von Europa immer mehr zum begehrten Urlaubsziel derSt. Pöltner.  |  NOEN, shutterstock/Boyloso

Reise-Profis in der Landeshauptstadt sind sich einig: „Die Türkei ist tot“. Keine einzige Buchung in das ehemals stark frequentierte Urlaubsland gab es bei der „Restplatzbörse“, „weil unsere Kunden die Politik dort nicht unterstützen wollen“, weiß Filialleiterin Marina Schrom.

Türkei kein Urlaubsthema mehr

Auch bei Raiffeisen-Reisen hat niemand einen Flug in das bis vor wenigen Jahren noch beliebteste Ferienziel der Österreicher gebucht: „Aus Sicherheitsgründen“, erklärt Raiffeisen-Reiseprofi Johannes Kalteis. Bei Gärtner Reisen gab es bis jetzt zwei Buchungen: „Das ist eigentlich nichts gegenüber den vergangenen Jahren“, weiß Geschäftsführer Niclas Wright. Die Gärtner-Reisen-Mitarbeiter raten grundsätzlich vom Urlaub in der Türkei ab, nicht nur aus politischen Gründen und wegen Sicherheitsbedenken, sondern auch, weil „umbuchen schwer möglich ist, wenn etwas passiert in der Türkei – da sind dann schon alle beliebten Destinationen ausgebucht“, erklärt Niclas Wright.

Beliebte Flug-Destinationen bei den Kunden von Gärtner Reisen sind wie schon längere Zeit Griechenland und Spanien, „da vor allem Mallorca“. Auto- und Bahnfahrer schätzen vor allem die nahen Strände von Italien und Kroatien.

Aber auch der Norden Europas wird als Urlaubsziel immer beliebter: „Island, Irland, Schottland und die Lofoten gehen gut“, bestätigt Niclas Wright.

Restplatzbörse-Kunden schätzen diese Ziele oft in Kombination mit einer Kreuzfahrt, ab Kiel oder Hamburg: „Sie hängen dann oft noch ein paar Tage in der Hansestadt an“, so Martina Schrom.

Trump hält Urlauber von Reisen nach Amerika ab

Beliebte Langstrecken-Ziele sind auch heuer die Malediven, außerdem Südafrika mit Safari-Ausflügen und Asien, vor allem Thailand und Vietnam, attestiert Gärtner-Reisen. Neu im Ranking der weiter entfernten Urlaubsdestinationen bei der Restplatzbörse ist Mexiko, allerdings wetterbedingt erst ab September. Und bei den Kunden von Raiffeisen-Reisen ist ein Aufenthalt in Kuba nach wie vor sehr beliebt, genau so wie Peru: „Das ist das nächste Ziel unseres Weltrekordhalters und Reiseleiters Sepp Kaiser“, so Johannes Kalteis.

Einen touristischen Einbruch erleben die USA – zumindest aus St. Pöltner Sicht: Donald Trumps Politik hält Urlauber von Reisen nach Amerika ab, bestätigen die Reiseveranstalter.