St. Pölten

Erstellt am 16. Januar 2018, 05:40

von Mario Kern

Zuversicht bei Leiner trotz Steinhoff-Krise. In St. Pöltner Zentrale geht man von baldigem Ende der Steinhoff-Krise aus. Betriebsrat: „Jobs grundlegend gesichert.“

Im Stammhaus am Rathausplatz sollen auch in Zukunft Leiner-Kunden ihre Möbel kaufen können. Daran werde auch die Steinhoff-Krise nichts ändern, ist man im Unternehmen sicher.  |  NOEN, Archiv

Die finanziellen Turbulenzen beim südafrikanischen Mutter-Konzern Steinhoff dürften für die Zentrale von Leiner und Kika und deren Standorte in St. Pölten keine Gefahr darstellen – davon geht man bei den Möbelunternehmen aus. „Die Geschäfte laufen sehr zu unserer Zufriedenheit. Wir sehen optimistisch in die Zukunft“, betont Sprecherin Sonja Felber, dass die Standorte nicht gefährdet seien.

Kika- und Leiner-Geschäftsführer Gunnar George rechne damit, dass die Verhandlungen von Steinhoff mit den Banken gut verlaufen und die Krise bald der Vergangenheit angehört, so Felber. Durch den Verkauf des Leiner-Flagshipstores in der Wiener Mariahilfer Straße, seit Oktober unter der Leitung der Wölblingerin Doris Grassmann, habe sich nur der Vermieter geändert, so Felber. „Für unsere Kunden bleibt alles, wie es ist.“

Vogl: „Unsere Leute werden ja gebraucht“

Auch Leiner-Betriebsratsvorsitzender Karl Vogl zeigt sich zuversichtlich: „Natürlich ist die Steinhoff-Affäre unangenehm, aber die Mitarbeiter unseres 107 Jahre alten Einrichtungshauses werden auch in Zukunft für unsere Kunden da sein.“ Fluktuationen gebe es überall, die grundlegende Sicherung der mehr als 700 Arbeitsplätze in St. Pölten gelinge aber, ist Vogl überzeugt. „Unsere Leute werden ja gebraucht. Nicht nur im Möbelhaus, sondern auch in der Zentrale, von der aus alle 19 Leiner-Standorte und alle 32 Kika-Häuser in Österreich sowie jene im osteuropäischen Raum betreut werden.“

Vogl ist derzeit voll eingespannt, um die Mitarbeiter zu informieren. „Natürlich fragt sich unser Personal angesichts der Berichterstattung, was weiter passiert.“ Er nehme seine Aufgabe, die Mitarbeiter zu beruhigen und aufzuklären, sehr ernst, so Vogl. „Ich vermittle ihnen die Sicherheit, dass sie nicht Angst haben müssen, morgen auf der Straße zu stehen.“