St. Pölten

Erstellt am 05. April 2017, 07:35

von Daniel Lohninger

Wellen.Spiel plant Ableger am Rathausplatz. Kremser Gastronom plant Wellen.Spiel-Ableger und Pressehaus investiert in Stadtredaktion,

NÖN-Chef vom Dienst Daniel Lohninger (Zweiter von rechts) präsentiert Bürgermeister Matthias Stadler und Sparkasse-Direktor Helge Haslinger die Pläne für das neue NÖN-Stadtbüro im Obergeschoß. Sobald die NÖN übersiedelt ist, will Otto Raimitz im Erdgeschoß mit dem neuen Schau.Spiel einziehen.  |  Straubinger

Die Spatzen pfiffen es zuletzt schon von den Dächern, fix ist es aber erst seit Anfang dieser Woche: Der Kremser Otto Raimitz wagt den Sprung in die Landeshauptstadt. Mit dem Konzept von Wellen.Spiel und Genuss.Spiel, mit dem Raimitz an der Donau bereits für Furore sorgt. Schau.Spiel wird das Café-Restaurant mit Bar an der Ecke Rathausplatz/Rathausgasse heißen.

„St. Pölten ist eine aufstrebende und wirtschaftsfreundliche Stadt“, begründet Raimitz seine Entscheidung für die Traisen-Metropole. Der Rathausplatz sei das pulsierende Herz der Stadt mit einer lebendigen Schanigarten-Szene, erklärt Raimitz die Standortwahl. Details will er noch nicht verraten. Geplant ist jedenfalls, das Schau.Spiel noch in diesem Jahr zu eröffnen.

NÖN produziert im Haus künftig fünf Ausgaben

Bevor Raimitz mit den Bauarbeiten beginnen kann, muss aber die NÖN ihre Stadtredaktion übersiedeln – und zwar in den ersten Stock des Gebäudes. Mit dem Umbau wurde begonnen, Mitte Mai soll die Übersiedelung über die Bühne gehen.

Die NÖN wolle als führendes Medium in Niederösterreich direkt im Herzen der Landeshauptstadt weiterhin Präsenz und Kompetenz beweisen, begründet NÖ-Pressehaus-Geschäftsführer Fritz Dungl: „Deshalb investieren wir zusätzlich zur Zentrale in der Gutenbergstraße in das Stadtbüro am Rathausplatz und schaffen hier eine moderne, zeitgemäße Anlaufstelle für die 200.000 Einwohner von Stadt und Bezirk St. Pölten.“

Produziert wird hier künftig neben der St. Pöltner, der Pielachtaler, der Herzogenburger und der Neulengbacher NÖN auch die Purkersdorfer NÖN. Die war bislang in Klosterneuburg angesiedelt, wird aber infolge der neuen Bezirksstruktur künftig am Rathausplatz fertiggestellt.

„Die Entwicklung am Rathausplatz 21 ist für die Stadt sehr erfreulich“Bürgermeister Matthias Stadler

„Nachdem klar war, dass die NÖN mehr Platz braucht, haben wir überlegt, welche Alternativnutzungen sich für das Erdgeschoß anbieten. Gerade zu diesem Zeitpunkt ist Otto Raimitz mit der Idee seines Lokals auf uns zugekommen. Wir haben rasch einen gemeinsamen Weg gefunden, der diesem prominenten Standort gerecht wird“, erklärt Vorstandsdirektor Helge Haslinger von der Sparkasse, der Mehrheitseigentümerin der Immobilie.

Ziel sei es, das Gebäude aufbauend auf diesen beiden Mietern in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln. Der Umbau erfolgt unter Federführung von Architekt Martin Bernegger von Zieritz und Partner. „Uns ist wichtig, dass hier regionale Firmen zum Zug kommen“, betont Haslinger.

Schau-Spiel als neuer "Kundenmagnet" der Innenstadt

„Die Entwicklung am Rathausplatz 21 ist für die Stadt sehr erfreulich“, beobachtet Bürgermeister Matthias Stadler mit Freude, was sich in Nachbarschaft zum Rathaus tut. Das Bekenntnis der NÖN zur Innenstadt sei ein wichtiges Signal, weil dadurch in der Altstadt nicht nur Jobs erhalten, sondern auch neue geschaffen würden. Mit dem Schau.Spiel gewinne die City einen Kundenmagneten, der neue Impulse zur Weiterentwicklung bringe.

Das Haus Rathausplatz 21 kehrt damit auch zu seinen Wurzeln zurück. Ältere St. Pöltner können sich noch an das Mikesa-Kaffeehaus erinnern, das hier bis in die späten 60er-Jahre ein beliebter Treffpunkt war.