Erstellt am 12. Januar 2016, 05:03

von Daniel Lohninger

St. Pöltner Luft. Feinstaubbelastung nahm weiter ab. Grenzwert am Europaplatz nur vier Mal überschritten.

Nur mehr acht Mal wurde der Feinstaubgrenzwert an der Messstelle in der Eybnerstraße überschritten.  |  NOEN, Mario Kern

Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Atemwegsbeschwerden, verstärkte Allergiesymptome und Beeinträchtigungen des Nervensystems. Das sind nur einige der Symptome, für die eine zu hohe Konzentration an Feinstaub verantwortlich gemacht wird. Jahrelang fand sich St. Pölten bei der Feinstaubbelastung im Landesvergleich im Spitzenfeld. 2014 zeigte die Bilanz erstmals rückläufige Werte, 2015 besserte sich die Situation weiter.

Bei der Messstation am Europaplatz wurde der Grenzwert nur mehr vier Mal überschritten. Zum Vergleich: 2014 waren es elf Mal, 2013 sogar 21 Mal. In der Eybnerstraße wurde der Grenzwert gleich oft wie 2014 überschritten (acht Mal), 2013 waren es hier 21 Mal gewesen. Im Landesvergleich hatten neben Wiener Neudorf und Klosterneuburg auch Schwechat, Stockerau, Biedermannsdorf, Hainburg und Traismauer im Vorjahr höhere Feinstaubwerte als St. Pölten. Die Qualitätskontrolle der Daten sei aber noch nicht abgeschlossen, eine Interpretation noch nicht möglich, warnt Elisabeth Scheicher vom Referat Luftgüteüberwachung im Amt der Landesregierung vor voreiligen Rückschlüssen. Generell sei der Rückgang der Belastung auf eine Vielzahl kleiner Maßnahmen, die seit dem ersten „NÖ Feinstaubpaket“ vor zehn Jahren umgesetzt wurden, zurückzuführen.

Milder Winter sorgte für Entspannung

„Bei Feinstaub gibt es leider nicht ‚die‘ Maßnahme, sondern es muss an vielen kleinen Schräubchen an vielen Orten gedreht werden“, erklärt Scheicher. Zudem habe auch der milde Winter zu einer Entspannung der Situation beigetragen. Die Stadt selbst habe ebenfalls ihren Beitrag geleistet – beispielsweise durch das Kehren von Straßen in den Wintermonaten, die Förderung von Elektromobilität und Öffentlichem Verkehr sowie die Umstellung von Einzelöfen auf Fernwärme.

Zufrieden zeigt man sich daher auch im Rathaus mit dem erneuten Rückgang der Feinstaubbelastung. So wie Scheicher sieht auch Thomas Zeh von der Abteilung Technischer Umweltschutz eine Vielzahl an Maßnahmen sowie „vorteilhafte meteorologische Bedingungen“ als Grundlage dafür. „Im Stadtgebiet gibt es eine sehr gute und enge Kooperation zwischen Stadt und Land bei der Ausarbeitung der Maßnahmen“, so Zeh. wird besser