Erstellt am 01. März 2016, 07:51

von Daniel Lohninger

Stadler warnt: "Wahl keine gmahde Wiesn". 97,4 Prozent der Delegierten wählten Matthias Stadler zum Spitzenkandidaten. Mimi Wunderer tritt nun doch nicht an.

Matthias Stadler startete in der NV-Arena in den Wahlkampf. 97,4 Prozent der Stadtdelegierten wählten ihn zum Spitzenkandidaten.privat  |  NOEN, Herbert Kaefer

Der SP-Wahlkampf ist eröffnet – mit Standing Ovations für Spitzenkandidat Matthias Stadler in der NV-Arena. Dort hatten zuvor 97,4 Prozent der 343 Mitglieder der Stadtdelegierten-Konferenz für den Bürgermeister gestimmt und auch die Kandidatenliste mit großer Mehrheit abgesegnet.

Eine noch vor wenigen Tagen angekündigte Überraschungs-Kandidatin fehlte allerdings: Mimi Wunderer, die ehemalige Bühne-im-Hof-Chefin, tritt nun doch nicht für die SP an. „Aus gesundheitlichen Gründen“, heißt es. Auf Platz 28 kandidiert stattdessen nun Toni Wegscheider.

„Das Spiel dauert bis zum Schlusspfiff.“

Inhaltlich war Stadler bemüht, die Siegessicherheit der Funktionäre zu bremsen. Motto: „Das Spiel dauert bis zum Schlusspfiff.“ Angesichts von Umfrage-Ergebnissen wie jenen der NÖN, dass die SP die absolute Mehrheit halten könnte, warnte Stadler davor, die Wahl als „gmahde Wiesn“ zu sehen: „Wer den erfolgreichen Weg St. Pöltens auch in Zukunft gewährleisten will, muss die SP und Stadler als Bürgermeister wählen.“

Was passiere, wenn die SP in einer Stadt die absolute Mehrheit verliere, habe sich zuletzt in Wiener Neustadt und Gmünd gezeigt. „Hier sieht man schnell, wie soziale Errungenschaften unter die Räder geraten“, so Stadler. Die St. Pöltner SP stehe hingegen für eine soziale und menschliche Weiterentwicklung der Stadt.

REAKTIONEN

„Sich auf dem – großteils von Privaten und dem Land NÖ – Geleisteten auszuruhen und Stadler zu heißen, ist kein Zukunftsprogramm für St. Pölten.“Peter Krammer (VP)

„Euphorische Wirtschaftsmeldungen sind angesichts erschreckend hoher Zahlen von Arbeitslosen und Mindestsicherungsbeziehern in St. Pölten ein Hohn.“ Klaus Otzelberger (FP)