Erstellt am 18. September 2015, 05:57

von Daniel Lohninger

Städte-Kooperation forciert. Stärkere Zusammenarbeit / Bürgermeister sehen 30-Minuten-Takt zwischen Krems und St. Pölten als ersten Erfolg. Weitere sollen bald folgen. KREMS, ST. PÖLTEN / Mit Fahrplanwechsel hat das Bürgermeistergespann Stadler-Resch das erste Ziel erreicht:

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Mit Fahrplanwechsel hat das Bürgermeistergespann Stadler-Resch das erste Ziel erreicht: Es kommt ein 30-Minuten-Takt für die Zugverbindung von St. Pölten nach Krems – der auch Nachtzüge bringt. Der letzte Zug nach Krems fährt um 22.05 Uhr ab, der letzte in Richtung St. Pölten um 22.19 Uhr.

Für beide Stadtchefs ist das aber erst ein erster Schritt für die künftige Zusammenarbeit der beiden Städte. „Gemeinsam ist man stärker. Das ist für uns mehr als ein Schlagwort“, erklärt Matthias Stadler den Grund für die Zusammenarbeit, die seit einigen Monaten in mehreren Arbeitsgruppen intensiviert wird. Der neue Takt sei ein „riesen-großer Schritt weiter“, freut sich Reinhard Resch.

15-Minuten-Takt als erklärtes Ziel beider Städte

Dass Krems einen effizienten Anschluss an die Westbahnstrecke benötigt, liegt auf der Hand – aber was hat St. Pölten von der Kooperation? „Unsere Wirtschaft braucht beispielsweise den Anschluss an die Donau als zusätzlichen Transportweg“, führt Stadler aus. Aber auch der dichtere Takt zwischen beiden Städten bringe den Landeshauptstädtern was: „Ein verdichteter Öffi-Verkehr im Zentralraum entlastet den Stadtverkehr.“

In diesem Sinne wollen Stadler und Resch weiter daran feilen, dass aus dem 30-Minuten-Takt in absehbarer Zeit ein 15-Minuten-Takt wird. Dafür notwendig ist aber, dass die Bahnstrecke zweigleisig ausgebaut wird. Ein erster Schritt zur Modernisierung der Bahn ist in zwei Jahren mit dem Baubeginn für die Elektrifizierung des Abschnitts zwischen Herzogenburg und Krems vorgesehen.

Mehr Zusammenarbeit bei Bildung und Jobs 

Beide Bürgermeister wollen künftig weiter den Infrastruktur-Ausbau forcieren – beispielsweise das St. Pöltner Lup-Stadtbusmodell auf den Zentralraum ausweiten. Forciert werden soll auch die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Arbeitsmarkt. Stadler: „Das Arbeitskräftepotenzial endet nicht an den Stadtgrenzen. Da steht der Zentralraum im Wettbewerb mit anderen Regionen wie dem Linzer oder dem Wiener Raum.“