St. Pölten

Erstellt am 23. August 2016, 06:06

von Nina Gamsjäger

„Nichts ging mehr“. Mehr als eine Stunde Verspätung mussten die Fahrgäste am Sonntag am Hauptbahnhof in Kauf nehmen.

Ausnahmezustand am Hauptbahnhof: Aufgrund eines Stellwerkausfalls in Prinzersdorf kam es zu langen Wartezeiten.  |  noen, Archiv

Lange Gesichter zogen die zahlreichen Fahrgäste und ausgelaugten Frequency-Besucher am Hauptbahnhof, als sie am Sonntag die Verspätungen der Züge auf den Bildschirmen sahen.

Der Ausfall eines elektronisch bedienten Stellwerks bei Prinzersdorf hatte den Verkehr ab 11.30 Uhr vollständig zum Stillstand gebracht. „Eine Stunde ging nichts mehr“, berichtet ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Innerhalb kürzester Zeit wurde für den Regionalverkehr zwischen St. Pölten und Loosdorf ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, der bis 19.30 Uhr im Einsatz war. Zwischenzeitlich wurde das Stellwerk auf mechanischen Betrieb umgestellt. „Stellwerkausfälle sind selten und an sich schnell zu handhaben“, erklärt Seif. „Diesmal war es aber etwas kompilizierter. Dafür mussten sogar Mitarbeiter des Lieferservices angefordert werden.“

Um 12.30 Uhr konnte wieder der Fernverkehr durchgebunden werden. Von der anfänglichen einstündigen Verspätung der Züge waren gegen 16 Uhr nur mehr etwa 15 Minuten übrig. Seif: „Um 19.47 Uhr waren wir wieder komplett im Plan.“