Erstellt am 18. März 2016, 04:24

von Beate Steiner

Sternderl schau'n und mehr. Wissen modern vermittelt werden soll im Mix aus Bibliothek, Medien-Haus und Science-Center.

Das Haus der Zukunft: vier Stockwerke mit Bibliothek, Labs, Veranstaltungsraum und Planetarium.  |  NOEN, Architekturbüro Pfoser

Jetzt ist das Konzept für das Haus der Zukunft fix. Ganz unten ist auf rund 1.500 Quadratmetern Platz für die Bibliothek der Zukunft. 50. 000 Bücher, über 2.000 DVDs und CDs finden hier Platz, neben Labors und Installationen, die moderne Bibliotheken zu Wissensvermittlungsstätten machen, freut sich Christine Nusterer, die Leiterin der Stadtbücherei. Ganz oben residieren die Sternderlgucker: Das Gebäude wird noch um ein Planetarium erhöht, wo Lernfreudigen astronomisches Wissen vermitteln wird.

Das Haus der Zukunft als Gegenstück zum Haus der Geschichte im Regierungsviertel ist also in der Gegenwart angekommen. „Die Wissens- und Informationsstadt St. Pölten bekommt damit eine niederschwellige Einrichtung, die vom Buch hin zu den Labors führt, wir wollen Basisbildung hier erlebbar machen“, sagt Bürgermeister Matthias Stadler. Der offene Lehr-, Lern- und Begegnungsraum wird zum Science-Center weitergeführt.

FH an Science -Center beteiligt

Dort sollen Theorien und Technologien anschaulich erklärt und mit praktischen Beispielen illustriert werden. Aktiv am Science-Center beteiligt ist die Fachhochschule mit Hannes Raffaseder. Der FH-Professor und Leiter für Forschung und Wissenstransfer sieht im Science-Center eine große Chance, mit unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft in aktiven Dialog zu treten und interessante Hinweise für Innovationen zu erhalten.

Hauptzielgruppe für das Haus der Zukunft sind natürlich Jugendliche – Experimente, die nicht an Schulen durchgeführt werden können, sollen im modernen Bildungsraum gezeigt werden, verspricht Physiker Werner Gruber, der gemeinsam mit den astronomischen Einrichtungen der Stadt Wien mithelfen wird, das St. Pöltner Wissenszentrum zu betreuen.

Vier Geschoße für Wissenschaft

Architekt Wolfgang Pfoser wird das markante Gebäude in der Heßstraße umgestalten. „Es schreit nach urbanem Inhalt“, ist Hausherr Martin Bosch von der futuristischen Belebung des ehemaligen Autohauses begeistert, das künftig auch mit einem Veranstaltungssaal das Rathausviertel beleben wird.