Erstellt am 15. Juni 2016, 05:30

von Daniel Lohninger

Stille am Traisenufer. VP wollte vor zwei Jahren den Strand beleben. Geworden ist daraus nichts. Stadt verweist auf fehlende Widmung.

Mit dieser Planskizze wollte die VP vor zwei Jahren den Traisenstrand in den Fokus der St. Pöltner rücken. Umgesetzt wurde bislang noch kein neues Projekt, die VP sieht den Bürgermeister am Zug.privat  |  NOEN

St. Pölten hat ein pulsierendes Zentrum und im Sommer eine lebendige Seen-Landschaft. Was St. Pölten im Unterschied dazu nicht hat, ist eine lebendige Gastro- und Event-Szene am Flussufer. Zwei Jahre ist es her, dass die VP das zum Thema machte und mit einer Initiative den Traisenstrand auf der Stadtstrecke beleben wollte. Es soll damals sogar interessierte Gastronomen gegeben haben.

Stillstand bei Überlegungen

Geworden ist aus all diesen Überlegungen nichts – zumindest bis dato nicht. „Wir verfolgen unsere Idee, den Traisenstrand zu attraktivieren, natürlich weiter“, erklärt Vizebürgermeister Matthias Adl (VP). Allerdings könne man als Oppositionspartei nur Ideen und Vorschläge artikulieren, umsetzen könne sie nur die SP-dominierte Stadtregierung. „Es liegt also am SP-Bürgermeister, ob er diesen Wunsch der Bürgerinnen und Bürger umsetzt“, so Adl.

Weitere "Belebung" wäre wünschenswert

Im Rathaus betont man, dass der Traisenstrand im Stadtgebiet ohnehin belebt sei und es mehrere Lokale entlang des Flusses gebe. Eine weitere Belebung auf privatwirtschaftlicher Basis wäre aber begrüßenswert, so Rathaussprecher Martin Koutny. Zu bedenken sei allerdings, dass in weiten Bereichen des Traisenufers die notwendige Bauland-Widmung nicht vorhanden und auch schwer umsetzbar wäre.