Erstellt am 21. September 2015, 07:43

von Erna Kazic

Studenten halfen in Ungarn und Kroatien. Tobias Janisch (22) aus Pyhra und Maximilian Edlauer (22) aus St. Pölten engagierten sich als Helfer für Flüchtlinge.

Maximlian Edlauer aus St. Pölten engagierte als freiwilliger Helfer sich in Ungarn.  |  NOEN

Zwei von vielen freiwilligen Helfern für Flüchtlinge waren Tobias Janisch aus Pyhra und Maximilian Edlauer aus St. Pölten. Am Westbahnhof startete ihre Hilfsbereitschaft, von dort ging es weiter nach Ungarn und für Janisch auch nach Kroatien.

Hilfsbereitschaft startete am Westbahnhof

„Ich war am Westbahnhof im Lager 3 der Caritas – bei der Kleiderannahme – und habe dort geholfen, die gespendete Kleidung nach Größen zu sortieren“, so Edlauer. Im Laufe des Tages habe sich eine Gruppe zusammengeschlossen, die Sachspenden nach Ungarn bringen wollten. „Wir machten uns mit drei vollbepackten Autos um rund 19 Uhr von Wien auf den Weg und fuhren den Bahnhof Szeged an. Von dort aus begaben wir uns zu einem dieser „collecting points“, welcher als Schlafplatz diente und nichts anderes als eine Wiese war“, beschreibt Edlauer die Situation.

Bei diesem „Schlafplatz“ sei eine große Menge an Flüchtlingen gewesen, die unter unwürdigen Bedingungen und niedrigen Temperaturen die Nacht verbringen mussten. Janisch schildert weiter: „Wir haben geglaubt, dass dort Organisationen vor Ort sind. Es waren aber nur freiwillige Helfer aus Österreich dort und wir haben gesehen, wie verzweifelt diese waren.“ Die Helfer versorgten die Flüchtlinge mit den mitgebrachten Spenden und bauten mit ihnen die Zelte auf. Edlauer reiste am nächsten Morgen wieder zurück: „In Erinnerung ist mir vor allem die Dankbarkeit geblieben, die die Schutzsuchenden ausstrahlten.“

Tobias Janisch fuhr weiter nach Tovarnik

Der 22-jährige Janisch aus Pyhra ist mit anderen Helfern noch in Ungarn geblieben, um weiterhin Hilfe zu leisten – drei Tage verbrachten sie in Röske. „Wir haben gesehen, wie katastrophal die Lage ist. Dort wurde jede Hand gebraucht.“ Ein Kollektiv namens „SOS Konvoi“ mit einem Büro in Wien organisiert, dass Freiwillige in Gebieten, wo gerade Flüchtlinge eintreffen, helfen. Janisch wollte mit der Gruppe eigentlich nach Serbien, das hat aber nicht funktioniert. Also fuhr die Gruppe zurück nach Wien. „Wir haben dann besprochen, was wir machen und sind zu elft nach Tovarnik in Kroatien gefahren, denn dort wurde Hilfe benötigt“, erklärt Tobias Janisch. Die Gruppe der freiwilligen Helfer sei immer größer geworden. „Zuerst waren es nur Helfer aus Österreich, dann waren es Leute von überall. Insgesamt waren es ungefähr hundert Freiwillige“, kann Janisch bestätigen.

Der Pyhringer war in Tovarnik die Kontaktperson von „SOS Konvoi“, deshalb hielt er ein Interview über die derzeitige Lage in der ZIB24. „Es gibt in jedem Gebiet, wo geholfen wird, eine Kontaktperson. In Kroatien war es ich“, so Janisch, der weiterhin helfen will.