Erstellt am 15. März 2016, 04:44

von Daniel Lohninger

Svoboda-Möbel nach 105 Jahren verkauft. Neue Eigentümer übernehmen 160 Mitarbeiter und produzieren weiter in St. Pölten, Unternehmerfamilie geht neue Wege.

 |  NOEN, Svoboda Büromöbel

"Der Verkauf der Möbelsparte ist keine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern eine strategische Entscheidung.“ So erklärt Geschäftsführer Eugen Svoboda, dass sich das Familienunternehmen 105 Jahre nach der Gründung vom Kerngeschäft verabschiedet.

Svoboda werde sich in Zukunft ausschließlich dem High-Tech-Metallbereich widmen. „Dieser hat sich extrem dynamisch entwickelt, weshalb wir uns ganz auf diesen Markt konzentrieren wollen“, so Svoboda.

Künftiger Eigentümer des viertgrößten Büromöbel-Produzenten Österreichs ist die faw Management GmbH aus Traun, die bereits den Büromöbel-Herstellers Hali besitzt. Die 160 in St. Pölten beschäftigten Mitarbeiter, die jährlich rund 17.000 Arbeitsplätze ausstatten, werden alle übernommen. „Die Marke und der Standort in St. Pölten bleiben ebenfalls erhalten“, versichert Christoph Königslehner von der faw. Allerdings solle die Marke in Zukunft „noch attraktiver und differenzierter“ positioniert werden.

Svoboda betont, dass das Bekenntnis zu St. Pölten als Standort Voraussetzung für den Verkauf gewesen sei: „Uns ist St. Pölten wichtig.“

Schwerpunkt: Entwicklung

Künftig wird sich die Familie Svoboda ganz auf die Svoent, die Svoboda Entwicklungs GmbH & Co KG, konzentrieren. Sie produziert mit 50 Mitarbeitern unter anderem Metallbaugruppen für Industriebetriebe. Expansions-Möglichkeiten am Standort gibt es noch – für beide Unternehmenl.