Erstellt am 13. Oktober 2015, 14:32

von Mario Kern

Tangente soll Anfang 2017 in Betrieb gehen. Bauarbeiten für 5,7 Millionen Euro teure Kerntangente Nord wurden in Angriff genommen. Fertigstellung in 15 Monaten.

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Nach zwei Jahren Verzögerung hat der Bau der Kerntangente endlich begonnen –  die Spaten für die Errichtung der vierten Traisenbrücke in der Stadt wurden gesetzt. Erster Bautermin war bereits 2013. Das Behördenverfahren, das auch zweieinhalb Meter hohe Lärmschutzwände auf einer Länge von 125 Metern zur Folge hatte, hatte sich aber länger als geplant hingezogen.


Die Brücke zwischen Regierungsviertel und Westbahn-Brücke hat nach Fertigstellung Ende Jänner 2017 wichtigen Einfluss auf den Verkehr: Sie schließt den äußeren Ring um das Stadtzentrum und entlastet die bestehenden Straßenzüge zum Landhausviertel und zur Innenstadt – die Wiener-Straßen-Brücke um 20 Prozent, die Niederösterreichring-Brücke um 10 Prozent.

 

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Die Experten rechnen mit einer täglichen Frequenz von 11.500 Fahrzeugen auf der Kerntangente Nord. Die Projektkosten von 5,7 Millionen Euro teilen sich Stadt und Land. Die Firma Habau wird die 165 Meter lange und 14 Meter breite Sechsfeldbrücke mit einem Flusspfeiler errichten. Auf der Südseite der Brücke ist ein zweieinhalb Meter breiter Gehweg geplant, auf der Nordseite ein vier Meter breiter Geh- und Radweg. In der Mitte soll eine Aussichtsplattform entstehen.

2016 ist der Umbau der Kreuzung geplant

Insgesamt ist die Kerntangente Nord 800 Meter lang. Im Projekt mit dabei ist der für 2016 geplante Umbau der Kreuzung Daniel-Gran-Straße und Eybnerstraße. Weiters auf dem Programm stehen ein Kreisverkehr an der Kreuzung der Willi-Gruber-Straße mit der Rennbahnstraße sowie Umbauten und Sanierungen von weiteren Kreuzungsbereichen, die an der Kerntangente gelegen sind.