Oberradlberg

Erstellt am 07. Juli 2016, 05:06

von Nadja Straubinger

30 Tonnen Fisch pro Jahr in Oberradlberg. Seit 2011 wird das Naturidyll von der Firma Eishken Estate bewirtschaftet. Seit Anfang des Jahres gibt es Direktverkauf.

Fischmeister Christian Grünseid beginnt seinen Arbeitstag meistens um drei Uhr morgens. Wirte können ihre Bestellung für den kommenden Tag bis Mitternacht abgeben.  |  NOEN

In einem Naturidyll liegen die 35 Fischteiche in Oberradlberg. 2011 übernahm Familie Aibler – Firma Eishken Estate – die Natur- und Teichanlage. Seit Anfang des Jahres wird der Fisch auch direktvermarktet. Eine Vorlaufzeit von fünf Jahren waren bis zum Fischverkauf notwendig. Es musste gebaggert werden und die Infrastruktur wie Stromanschlüsse und Verrohrungen hergestellt werden.

In Becken in einer Halle werden die Fische nach Arten und Größe vorsortiert, um die gewünschten Produkte schnell für die Lieferung fertig machen zu können.  |  NOEN

„Außerdem“, so Betriebsleiter und Fischmeister Christian Grünseid, „die Setzlinge sind frühestens in ein bis zwei Jahren zum Verkauf fertig“. Verschiedene Forellen- und Saiblingsarten, Störe und Huchen finden in den Teichen einen Lebensraum, in dem sie sich stressfrei entwickeln können. „Wir betreiben hier eine extensive Bewirtschaftung. Die Fische wachsen langsam. Mein persönliches Produktionsziel sind 30 Tonnen pro Jahr“, erklärt Grünseid die gute Qualität der Fische. Anteil daran hat auch das Wasser: „Die Wasserqualität ist ein Traum hier, es gibt keine Trübung durch Sedimente. Zwei Quellen der Vie-hofner Brunnader speisen die Teiche mit kristallklarem Wasser.“

"Dienstbeginn": 3 Uhr morgens

 

In Naturidylle werden in Oberradl-berg verschiedene Salmoniden aufgezogen. Straubinger  |  NOEN

Der Arbeitstag von Fischmeister Grünseid beginnt um drei Uhr morgens, denn zwischen 10 und 11 Uhr soll die Ware bereits bei den Gastronomen sein. Am aufwendigsten ist das Sortieren der Fische. Sie werden nach Größe in Becken sortiert und von dort für die Lieferung vorbereitet. Qualität habe dabei oberste Priorität. Die Lieferwagen hängen ständig am Strom und werden auf zwei Grad gekühlt, um immer bereit für eine Lieferung zu sein. „Die Top-Gastronomie vor allem in Wien goutiert diesen Service“, weiß Grünseid. Aber auch private Konsumenten, die am Freitagvormittag ihre Fische direkt von der Anlage abholen können.