St. Pölten

Erstellt am 30. Juli 2016, 08:01

von Mario Kern

Gestalten, die aus dem Holz auftauchen. Thomas Pipelka hat vor 19 Jahren mit seinen künstlerischen Arbeiten begonnen. Seit drei Jahren widmet er sich Holz und Metall.

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Den Sinn für das Geheimnisvolle hat der gebürtige Gmünder Thomas Pipelka zweifelsohne aus dem Waldviertel mit in die Landeshauptstadt genommen. „Die Atmosphäre im Waldviertel ist schon sehr besonders. Wahrscheinlich hat mich das schon früh beeinflusst.“

Mit 24 Jahren hat der Künstler dann begonnen, seine inneren Bilder auf die Leinwand zu übertragen, hat seine Empfindungen und Wahrnehmungen in Acyrl und Öl veranschaulicht.

In seinen Werken beschäftigte sich Pipelka seit jeher mit anderen Welten und Realitäten, außerirdischem Leben, Mystik und Spiritualität. Seine erste Ausstellung hat er dem St. Georgener Künstler Werner Köhler zu verdanken. „Er ermutigte mich, meine Kunst zu zeigen, und gab mir den Impuls, weiterzumachen.“

Bis vor drei Jahren hatte Pipelka zuerst den Ausstellungsraum „Farbenklang“, dann das „Kunstporal“ in der Gutenbergstraße betrieben. Dann hat er sich zunehmend auf die eigene Kunst fokussiert und seine Garage zum Atelier umgebaut.

Liebe zum Holz entdeckt

„Hier habe ich auch meine Liebe zum Holz entdeckt.“ Pipelka fertigt seitdem Kunstwerke aus Holz und Altmetall, wie etwa rostigen Nägel. Dabei geht er nicht mit einem vorgefertigten Bild des Werks an die kreative Arbeit, sondern lässt die Kunstwerke aus dem Material entstehen. „Ich weiß vorher nicht, was dabei rauskommt. Es ist eher so, dass das Holz unter meiner Hand mit einem gewissen Eigenwillen die Skulpturen schafft. Die Figuren und Gebilde tauchen im Holz gleichsam wie von selbst auf. Ich verleihe ihnen die Form.“

Dem Holz will der Künstler auch künftig treu bleiben. Für 2017 will er im eigenen Garten das Projekt „Kunst im Garten“ mit Ausstellungen, Musik und mehr verwirklichen. „Womöglich wird es künftig auch andere Ausstellungen geben. Darauf stürze ich mich im nächsten Jahr. Dann mit einigen Werken mehr in meinem Atelier.“