St. Pölten

Erstellt am 17. April 2018, 05:20

von Thomas Werth

Neue Hotels: Noch mehr Platz für Gäste in der Stadt. Nach Eröffnung des „Alfred“ gibt es 1.562 Betten. Für Branchenvertreter ausreichend, Stadt wünscht sich mehr in Innenstadt.

Manfred Hinterberger und Alex Meder betreiben das „Alfred“ im Süden der Stadt.  |  Thomas Werth

Mit dem „Alfred“ eröffnete nach dem „Motel 267“ innerhalb weniger Monate das zweite Hotel im Süden der Stadt. Damit wurden insgesamt 284 Betten geschaffen. „Die Bettenkapazität in St. Pölten wurde dadurch um 22 Prozent gesteigert“, rechnet Tourismus-Chefin Eva Prischl vor. Insgesamt stehen nun 1.562 Betten zur Verfügung.

Wunsch nach Boutique-Hotel in der Innenstadt

Reicht das für die Landeshauptstadt? Prischl betont, dass ein größeres Angebot bei der Umsetzung der touristischen Ziele helfe. „Entscheidend wird sicherlich auch sein, ob wir den Zuschlag für die europäische Kulturhauptstadt bekommen“, so Prischl, die auch einen Wunsch äußert: „Grundsätzlich kann gesagt werden, dass wir uns über ein zusätzliches Vier-Sterne-Hotel beziehungsweise ein Boutique-Hotel in der Innenstadt sehr freuen würden.“

Leo Graf als Vertreter der St. Pöltner Hoteliers sieht keinen Bedarf: „Wir haben gerade in der Innenstadt viele Hotels. Wir sollten zunächst schauen, dass diese voll werden.“ Zwar sieht Graf die Stadt touristisch auf einem sehr guten Weg, er warnt aber davor, speziell im Zuge des Kulturhauptstadt-Projekts, neue Hotels nach St. Pölten zu locken: „Wir wollen keine Olympia-Stadt, die danach leer steht.“ Als warnendes Beispiel sieht er die ehemalige Kulturhauptstadt Linz: „Dort sind einige Hotels entstanden und viele von ihnen kämpfen nun, weil sie zu wenig Gäste haben. Das wäre bei uns nicht nötig.“I