Erstellt am 16. Juli 2016, 11:32

von Nadja Straubinger und Mario Kern

Putschversuch: „Meine Eltern sitzen am Flughafen fest“. Putschversuch in der Türkei: Der St. Pöltner Özgür Catikkas sorgt sich um seine Familie, die derzeit am Flughafen in Istanbul festsitzt.

 |  APA (AFP)

Eine aufregende Nacht gab es in der Türkei. Teile des Militärs haben einen Putschversuch unternommen, der aber gescheitert sein dürfte.

Bange Stunden erlebt der St. Pöltner Obmann der Futterbox Özgür Catikkas. „Meine Eltern sind gestern nach Istanbul geflogen. Jetzt sitzen sie am Flughafen fest“. Er weiß zwar, dass sie gut gelandet sind, konnte dann aber keinen Kontakt mehr herstellen. „Die Verbindung war sehr schlecht und ich habe seither nichts mehr von ihnen gehört“, so Catikkas. Aktuell dürfte es in Istanbul aber ruhig sein, das hat Catikkas von seiner Tante, die in Istanbul lebt, bestätigt bekommen.

„Machen uns Sorgen um Verwandte, Freunde und Bekannte“

Auch Gemeinderat Ali Firat hat ebenso wie ein Großteil der türkisch- und kurdischstämmigen Bevölkerung in St. Pölten die Geschehnisse in der Türkei mitverfolgt. „Wir waren alle sehr unruhig und machen uns immer noch Sorgen um Verwandte, Freunde und Bekannte.“ Den Putschversuch verurteilt Firat. „Man hat in der Geschichte gesehen, dass solche Aktionen immer gesetzlose Zustände nach sich ziehen.“ Dabei brauche es in der Türkei ein starkes Bekenntnis zur Demokratie, so Firat. Er hofft auf eine Aufwärtsbewegung: „Es müsste sich noch vieles ändern in der Türkei. Mehr in Richtung Menschenrechte und Akzeptanz der Minderheiten.“