St. Pölten

Erstellt am 10. August 2016, 04:50

von Daniel Lohninger

St. Pöltner VP hat neues Zuhause. Nach 14 Jahren am Völklplatz ist die Volkspartei auf den Europaplatz gezogen. Aus der ehemaligen Parteizentrale wird ein Wohn- und Bürohaus, Baubeginn ist im Herbst.

Gerhard Wendl, Luise Egerer, Marion Gabler-Söllner, Bernhard Wiehalm, Herbert Wandl, Eduard Rakaseder, Franz Trischler, Florian Söllner, Anton Wagner, Birgit Buder und Fritz Ofenauer packten mit VP-Bezirksgeschäftsführer Matthias Adl und VP-Bezirksobmann Martin Michalitsch (Fünfter und Vierter von rechts) bei der Übersiedelung an.  |  NOEN

Europaplatz 7 ist die neue Adresse der VP-Zentrale für Stadt und Bezirk St. Pölten. Seit Montag sitzt hier im ersten Stock Bezirksgeschäftsführer Matthias Adl mit seinem Team.

Drucksorten bequemer ins Büro transportieren

Großes Plus des Standorts sind ein Veranstaltungssaal für 40 Personen und ein Lift, mit dem sich Drucksorten bequem ins Büro transportieren lassen.

„Bisher mussten wir sie über Stiegen ins Büro schleppen“, erklärt Adl. Der Abschied vom Völklplatz fiel Mitarbeitern und Funktionären nach 14 Jahren dennoch nicht leicht.

Beim Ausräumen des Archivs entdeckte Adl auch bemerkenswerte Zeitdokumente: „Viele von ihnen zeigen, welche Rolle die VP in der Stadtgeschichte stets spielte.“ So fanden sich Plakate, auf denen die Stadt-VP bereits im Wahlkampf 1972 forderte, dass St. Pölten zur Landeshauptstadt wird.

Adl: „Die SP hat selbst Tage vor der Volksabstimmung noch nicht gewusst, ob sie dafür sein soll.“ Schachtelweise wurden die geschichtsträchtigen Unterlagen im Zuge der Übersiedelung dem Stadtmuseum übergeben.

Neue Wohnungen und Kanzleien am Völklplatz

Die VP hat den Völklplatz verlassen. Noch im Herbst soll mit dem Umbau des Hauses zum Wohn- und Bürogebäude begonnen werden. Foto: Lohninger  |  Daniel Lohninger

Mit dem Auszug der VP beginnt für das 1898 bis 1900 im Secessionsstil errichtete Gebäude am Völklplatz, in dem jahrzehntelang die Wirtschaftskammer ihre Bezirksstelle hatte, eine neue Ära. Liegenschaftseigentümer ist der Wirtschaftsbund, der die Sanierung sowie den Ausbau des Hauses plant. „Mit seiner

Innenstadt-Lage, der Bahnhofsnähe und den großen Parkflächen ist das Gebäude ein höchst interessantes Objekt“, erklärt Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus. Die Nutzfläche soll auf über 1.000 Quadratmeter verdoppelt werden.

Geplant ist die Errichtung von zehn City-Wohnungen sowie Räumen für Ordinationen und Kanzleien. Der Baustart ist bereits im Herbst vorgesehen, die Fertigstellung im nächsten Sommer.