Erstellt am 24. Februar 2016, 04:59

von Mario Kern und Beate Steiner

Unendliche Geschichte: Ärger im Parkhaus. Erneut kritisiert ein "Falschparker" Hinweistafeln. ÖBB wollen nun mit Stadt und Land reden.

Seit Eröffnung des Parkhauses verwechseln immer wieder Autolenker P&R-Etagen und Citypark-Bereich.  |  NOEN, Kern

Die Probleme um das Parkhaus neben dem Bahnhof wollen nicht verschwinden: Erneut hat sich ein Lenker beschwert, der statt in die Citypark-Ebene fälschlicherweise in die Park & Ride-Einfahrt beim Kreisverkehr gefahren ist. Dafür musste er 15 Euro berappen. Er bekräftigt die bestehende Kritik: „Die Einfahrten sind schlecht beschildert.“

SP-Stadträtin Renate Gamsjäger wiederum ärgert sich über die Schalter-Lösung: Sie sei vor Kurzem mit dem Zug erst um 21.30 Uhr zurückgekommen. „Da konnte ich natürlich das Ticket nicht mehr einlösen, weil der Schalter schon zu war.“ Am nächsten Tage habe sie zwar die 15 Euro für ihr Ticket wiederbekommen, musste aber ihre Daten angeben und sei auch unfreundlich behandelt worden.

Generell kritisiert sie, dass der Schalter bereits um 21 Uhr schließt. Und sie hinterfragt die Notwendigkeit, „im digitalen Zeitalter“ das Geld am Schalter persönlich abzuholen. „Man könnte überdies das Ticket entwerten, wenn man wegfährt.“ Sie unterstützt außerdem die Forderungen, am Kreisverkehr große Hinweisschilder anzubringen, damit Citypark-Kunden nicht irrtümlich in die Park & Ride-Ebene fahren.

„ÖBB kassieren im Auftrag der Stadt"

ÖBB-Sprecher Christopher Seif will sich für den Fall eines nicht angemessenen Umgangstons entschuldigen. Namen und Adresse bei Auszahlungen einzufordern sei aber völlig in Ordnung. „Außerdem tun die ÖBB-Mitarbeiter das im Auftrag des Magistrats.“ Das Geld gehöre nämlich der Stadt, die grundsätzlich für diese Tätigkeiten zuständig sei. Die Öffnungszeiten bis 21 Uhr seien mit Land und Stadt abgesprochen, die Stadt „könnte an sich auch längere Öffnungszeiten bestellen“.

Im Rathaus seien in den letzten beiden Monaten keine Beschwerden eingelangt, versichert man dort. Die Rückvergütung eines 15-Euro-Tagestickets komme immer seltener vor, weil „die Bahnkunden das Procedere kennen“. Ausfahrtstickets könne man nämlich – verbunden mit Hin- und Rück-Bahnticket – tatsächlich umgehend am Schalter entwerten lassen, um jederzeit die P&R-Anlage verlassen zu können. Die am Schalter ausgezahlten 15 Euro holen sich die ÖBB von der Stadt zurück, denn die kassiert letztendlich die Einnahmen aus Cityparken und Falschparken.