Erstellt am 26. April 2016, 05:54

von Birgit Kindler und Beate Steiner

Ungewöhnliche Likes für Klaus Otzelberger. St. Pöltner sollen unwissentlich "Gefällt-mir"gedrückt haben. Künftiger FP-Stadtrat dazu: "Vielleicht ist es manchen peinlich."

 |  NOEN

An die 4.000 Likes hat Klaus Otzelberger auf seiner Facebook-Seite. Das wäre nicht weiter ungewöhnlich. Was jedoch stutzig macht, ist, dass Personen wie Maria Wohlmuth von der VP oder Monika Krampl von den Grünen die Seite mit „Gefällt mir“ markiert haben. Beide wollen von ihren Likes nichts gewusst haben.

Otzelberger als Like-Jacker?

„Mich hat Roul Starka darauf aufmerksam gemacht, da er auch selbst betroffen war. Ich habe die Seite sicher nicht angeklickt und mich sofort wieder entliked“, sagt Monika Krampl. Wie ihr Like für Otzelberger zustande kam, kann sie sich nicht erklären. Eine Vermutung hat hingegen Maria Wohlmuth: „Angeblich hat es etwas mit Likejacking zu tun.“ Durch den Klick auf eine versteckte Schaltfläche würde man unbeabsichtigt auf „Gefällt-mir“ drücken.

Sein könnte auch, dass die Facebook-User eine andere Seite geliked haben, die dann mit der Otzelberger-Seite zusammen geführt wurde, vermutet Unternehmer Wolfgang Stix „Vielleicht ist das hier passiert.“

Nichts von dieser Anschuldigung will Otzelberger wissen: „Vielleicht ist es manchen Leuten jetzt einfach peinlich, dass sie meine Seite geliked haben.“ Anders könne er sich das nicht erklären. Starka jedenfalls besteht darauf: „Ich habe Klaus Otzelberger nicht wissentlich zu meinen Freunden gefügt.“

„Vielleicht ist es manchen Leuten jetzt einfach peinlich, dass sie meine Seite geliked haben.“ 

Abgesehen von der Diskussion um seinen Facebook-Auftritt ist Otzelberger derzeit damit beschäftigt, sich mit der künftigen Aufgabenteilung in Stadtsenat und Gemeinderat zu beschäftigen. Fix ist, dass er und Martin Antauer als Stadträte angelobt werden. Geht es nach den beiden, ist auch die Ressortaufteilung klar. „Wir wollen den Vorsitz im Prüfungsausschuss“, erklären Otzelberger und Antauer. In Frage käme für die Freiheitlichen auch der Sozialausschuss. Bald soll es ein Gespräch mit dem Bürgermeister geben.