Erstellt am 09. März 2016, 14:19

von Nadja Straubinger

Verstärkerbus bleibt weiterhin erhalten. Bewohner der Baurechtssiedlung fürchten um Aus für Schülerbus und Lup-Verlegung. Rathaus gibt Teil-Entwarnung.

 |  NOEN, zVg

Zwei Anliegen haben die Bewohner der Baurechtssiedlung in Ratzersdorf: Sie wollen den Verstärkerbus, den viele Kinder nutzen, um in die Schule zu kommen, erhalten. Was sie aber nicht wollen, ist die Führung des Lup-Busses durch die Baurechtssiedlung.

Anfrage an Bürgerservice

Schon vor Weihnachten hat eine der betroffenen Familien eine diesbezügliche Anfrage an das Bürgerservice der Stadt geschickt. „Wir haben bis heute keine Antwort bekommen. Allerdings wurde uns in Aussicht gestellt, dass wir Rückmeldung erhalten, sobald die zuständige Mitarbeiterin ,mehr Luft hat‘“, berichtet die betroffene Mutter. Der NÖN schildert sie die Problematik: „Wenn der Verstärkerbus eingestellt wird, haben die Kinder keine Möglichkeit, sicher ins Gymnasium zu kommen.“ Klar gebe es die Möglichkeit, mit dem Lup zum Bahnhof zu fahren und dort umzusteigen – dort herrsche aber aufgrund der großen Anzahl an Schülern immer Chaos. Entwarnung kommt nun aus dem Rathaus: „Die Einstellung war im ursprünglichen Plan vorgesehen, dieser wurde aber nach einer weitergehenden Analyse wieder verworfen.“ Denn, die Führung des Verstärkerbusses richte sich nach dem Bedarf, hänge also auch mit der Anzahl der Kinder zusammen.

Lup-Linie 11 durch Siedlung

Das zweite Anliegen aus der Baurechtssiedlung ist die geplante Verlegung der Fahrtstrecke der Lup-Linie 11 durch die Siedlung. „Das ist viel zu gefährlich. In den Straßen sind keine Geh- und Radwege vorhanden“, warnen die Anrainer. Eine Führung außen herum wäre ihrer Meinung nach einfacher, weil dort die Nebenanlagen bereits vorhanden sind. Hier kommt aus dem Rathaus eine Teil-Entwarnung –  die Haltung der Bewohner zur Linienführung durch die Baurechtssiedlung sei dem Magistrat bekannt: „Wir bemühen uns um eine Alternative und sind dabei andere Routen auf ihre technische und rechtliche Machbarkeit zu prüfen“, erklärt Heinz Steinbrecher. Allerdings seien hier noch nicht alle Fragen geklärt.