Erstellt am 18. August 2016, 19:21

von Birgit Kindler

Wasser bereitet Probleme. In mehreren Gemeinden rund um St. Pölten war das Trinkwasser zeitweise nicht genießbar. In der Landeshauptstadt fließt einwandfreies Wasser aus den Leitungen.

 |  NOEN, ZVG

Verunreinigtes Wasser bereitete einigen Gemeinden im Bezirk Kopfzerbrechen. Erst vor wenigen Tagen wurden im Prinzersdorfer Wasser die Werte für E. Coli-Bakterien sowie für Enterokokken überschritten. Betroffen waren 800 Haushalte. „Wir haben sofort einen Postwurf zugestellt“, so Bürgermeister Rudi Schütz. Betroffen von der Verunreinigung war auch das Betriebsgebiet Markersdorf-Nord, das über die Prinzersdorfer Leitung versorgt wird, so Fritz Ofenauer, Bürgermeister von Markersdorf-Haindorf. Jetzt ist das Wasser in Prinzersdorf sowie in Markersdorf-Haindorf aber wieder einwandfrei. „Die gestrige Untersuchung ergab, dass alle Werte wieder im Normalbereich liegen“, freut sich Schütz.

Das verunreinigte Wasser könnte durch Hausanlagen in die Leitungen gekommen sein oder durch Fremdwasser. Denn wegen des Starkregens hatte die EVN Wasser eingespeist. EVN-Sprecher Stefan Zach betont allerdings: „Seit 4. August ist das EVN-Wasser dank einer Schutzchlorierung wieder in Ordnung.“

Auch in Weinburg ist das Wasser verunreinigt. Schuld ist eine fehlerhafte Sanierungsmaßnahme vor 13 Jahren. Die Bakterien sollen infolge der starken Niederschläge in den Hochbehälter gelangt sein. Mit der Chlorierung wurde begonnen.

In Wölbling, Obritzberg-Rust und Karlstetten hat man die Trinkwasserversorgung nach Problemen Anfang August jetzt wieder im Griff – 1.400 Haushalte waren betroffen.

Regenfälle Schuld an Bakterienbefall

Warum sich bakteriologische Verunreinigungen im Wasser momentan häufen, weiß Ulrike Schauer von der Abteilung Umwelthygiene des Landes: „Die sehr kleinräumigen, sehr starken Regenfälle beeinträchtigen vorübergehend die Filterwirkung und Reinigungskraft des Bodens.“

Garantiert einwandfrei ist das St. Pöltner Wasser, betont man beim Magistrat. „Die Qualität wird regelmäßig geprüft“, erklärt Erich Breyer, der Leiter des städtischen Wasserwerks. „Das Wasser wird monatlich chemisch und bakteriologisch untersucht.“ Die Befunde ergaben für 2016 aus allen Anlagen einwandfreies Trinkwasser. Dass verunreinigtes Wasser aus anderen Gemeinden in das Trinkwassernetz von St. Pölten gelangen kann, schließt Breyer aus.