Erstellt am 27. Juli 2016, 14:45

von Daniel Lohninger

ÖBB lassen Kritik an Personal nicht gelten. Pendler meint, dass Busfahrer und Zugbegleiter mit neuem System überfordert seien. Betreiber und VOR dementieren.

 |  NOEN, APA (Archiv)

Vorteile wie die Gratis-Mitbenutzung des Lup für Bahn-Pendler brachte die VOR-Tarifreform den St. Pöltnern (die NÖN berichtete). Aber: NÖN-Leser berichten, dass Bus-Chauffeure, Zugbegleiter und Kontrolleure noch ihre Schwierigkeiten hätten.

„Jeder hat sein persönliches Netz – die wenigsten Kontroll-organe kennen sich aus“, behauptet ein Pottenbrunner. Offensichtlich würden Buslenker und Fahrdienstpersonal nicht über den neuen Modus Bescheid wissen. Oft sei ihnen beispielsweise nicht klar, welche Strecken inkludiert seien, wenn man ein Ticket von Pottenbrunn nach Wien habe.

Personal ist gut geschult

ÖBB und VOR betonen, dass das Personal sehr gut geschult worden sei. „Objektiv gesehen ist das System heute wesentlich einfacher als vorher“, meint VOR-Sprecher Georg Huemer. Auch die Rückmeldungen vieler Bus-Chauffeure seien positiv: „Die Eingabe am Verkaufsgerät ist jetzt viel einfacher.“ Das persönliche Netz jedes Fahrgastes ließe sich rasch kontrollieren. Das Netz zwischen Pottenbrunn und Wien herauszufinden habe ihn ganze 15 Sekunden gekostet, meint Huemer.

ÖBB-Sprecher Christopher Seif sieht das genauso: „Die Mitarbeiter der ÖBB sind gut geschult und kennen die neuen Tarifbestimmungen.“ Das persönliche Netz jedes Zeitkartenkunden lasse sich leicht kontrollieren, im Bedarfsfall sogar mit technischen Hilfsmitteln. Sollte es dennoch zu Übergangsschwierigkeiten kommen, ersucht Seif um Verständnis.