Erstellt am 15. April 2016, 08:33

von NÖN Redaktion

Würden Sie Flüchtlinge bei sich zuhause aufnehmen?. Der Countdown zur St. Pöltner Gemeinderatswahl läuft: Jeden Tag stellen wir den Spitzenkandidaten eine neue Frage. Heute: Würden Sie Flüchtlinge bei sich zuhause aufnehmen?

Auf Flüchtlings-Krise folgt Ärztestreit: Kammer-Präsident Michael Lang (stört der »sanfte Druck«, der auf die Ärzte ausgeübt wurde. Foto: BVZ  |  NOEN, BVZ
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Matthias Stadler, SPÖ: Nachdem ich spätestens um 7.45 Uhr das Haus verlasse und zumeist erst nach 22 Uhr nach Hause komme, denke ich nicht, dass bei mir zu Hause eine vollwertige Integration – im Sinne von Teilhabe- stattfinden könnte. Sonst halt ich es mit dem Motto: Ich bin auch für eine optimale Gesundheitsversorgung, und trotzdem mache ich bei mir daheim zum Beispiel keine Geburtenstation am Dachboden auf. Ich bin auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen und mach trotzdem in meinem Garten keine Fabrik auf.

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Matthias Adl, ÖVP: Ich bin den privaten und institutionellen Unterkunftsgebern dankbar für ihren Beitrag. Wir leisten finanzielle Unterstützung vor Ort und meine Familie gibt Deutsch-Nachhilfe für Flüchtlinge.

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Klaus Otzelberger, FPÖ: Nein, weil diese Form der Willkommenskultur niemandem etwas bringt. Es gibt außerdem in Österreich genug Obdachlose, denen zuerst geholfen werden muss. Darüber sollte zuerst gesprochen werden. Ich habe einen Sozialfonds gegründet und versuche unseren Leuten zuerst zu helfen.

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Nicole Buschenreiter, Grüne: Grundsätzlich ja. Allein mein Hund lässt es nicht zu, er ist ein Tierheimhund und hat Probleme mit anderen Menschen. 

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Wolfgang Grabensteiner, NEOS: Meine Familie hatte im 2. Jugoslawienkrieg die Möglichkeit, elf Kriegsflüchtlinge aufzunehmen. Das war eine bewegende Erfahrung. Voriges Jahr habe ich unter anderem bei einem Notquartier unserer Kirche in Wien mitgeholfen und andere Quartiergeber beraten.

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Walter Heimerl, DieKühnen.Jetzt: Es kann nicht Aufgabe Privater sein, Verpflichtungen des Staates zu übernehmen. Allerdings: Sollte der Staat auf Grund unvorhersehbarer Ereignisse nicht in der Lage sein, alle Flüchtlinge menschenwürdig zu versorgen ist es selbstverständlich, mitmenschlich zu handeln und Flüchtlinge aufzunehmen!   

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Mario Wailzer, BLÜH: Nein, würde ich nicht, weil zuhause für mich mein privater Rückzugsbereich ist und hier nur meine Familie und Freunde Zutritt haben.


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