Erstellt am 26. Februar 2016, 05:09

von Nadja Straubinger

Wanderer kamen, aber die Hütte war zu. Betriebsurlaub der Ochsenburger Hütte war nur direkt am Haus plakatiert. Naturliebhaber fordert Informationspflicht für Pächter.

 |  NOEN, wilhelmsburg.gv.at

Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen - genau die Richtige Kombination für eine Wanderung. Ärgerlich ist nur, wenn dann keine Einkehr am Gipfel möglich ist. So geschehen am Valentinstag auf der Ochsenburger Hütte.

Wanderer vor verschlossenen Türen

Ein St. Pöltner „Naturmensch“, wie er sich selbst bezeichnet, machte sich auf den Weg zur Rudolfshöhe. Eine Wanderung, die er schon oft angegangen ist. In letzter Zeit allerdings weniger, weil er mit der Bewirtung auf der Hütte nicht zufrieden war. Dennoch wollte er dem Wirt noch eine Chance geben und startete.

Oben angekommen stand er, wie rund 80 weitere Wanderer, die es sich auf der Terrasse gemütlich gemacht hatten, vor verschlossenen Türen. An der Hütte war ein Hinweis angebracht, dass diese wegen Urlaubs geschlossen sei.

„Die Informationspflicht unserer Gäste in den Pacht-
vertrag aufzunehmen, ist sicher eine gute Idee.“
Johann Pfeiffer, Naturfreunde-Vorsitzender

„Nirgends sonst war angeschrieben, dass zu ist“, poltert der St. Pöltner. Er habe eine extragroße Runde gemacht, aber nirgendwo im Tal konnte er eine Info entdecken. „So etwas muss einfach plakatiert werden“, so der St. Pöltner.

„Die Informationspflicht unserer Gäste in den Pachtvertrag aufzunehmen, ist sicher eine gute Idee“, räumt der Vorsitzende der Naturfreunde St. Georgen-Ochsenburg Johann Pfeiffer ein.

Er habe sich auch umgehend für den Vorfall entschuldigt. Die Probleme mit dem Hüttenwirt seien der Ortsgruppe auch bekannt, „wir suchen nicht ohne Grund einen neuen Pächter“. Der Hüttenwirt selbst war für keine Stellungnahme zu erreichen.