Erstellt am 19. Januar 2016, 05:08

von Daniel Lohninger

Weniger pünktlich zum Westbahnhof. Nur mehr 94,2 Prozent der Züge haben unter fünf Minuten Verspätung. Top-Werte für Verbindung zum Wiener Hauptbahnhof.

 |  NOEN, ÖBB (Symbol)

Was Bahn-Pendler ohnehin vermutet haben, belegt jetzt auch die Statistik: Die Pünktlichkeit der Züge auf der Westbahnstrecke zwischen St. Pölten und Wien-Westbahnhof ging im vergangenen Jahr deutlich zurück. Nur mehr 94,2 Prozent der ÖBB-Züge schafften die Strecke mit maximal fünf Minuten Verspätung. 2014 waren noch 95 Prozent gewesen.

Deutlich besser in der Statistik schneidet die Strecke zum Wiener Hauptbahnhof ab. 97,2 Prozent der Züge waren pünktlich, also mehr als im Österreich-Schnitt, der bei 96,6 Prozent liegt. Top-Werte erzielte auch die Traisentalbahn (98,5 Prozent) – trotz einiger Verspätungen im November und Dezember – sowie die Strecke St. Pölten-Krems, die mit 98,4 Prozent zu den pünktlichsten Bahn-Verbindungen Österreichs zählt.

Dass auf der alten Westbahnstrecke die Züge im Vorjahr weniger pünktlich als 2014 waren, hat laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif mehrere Gründe. Er verweist einerseits auf Bauarbeiten an der Strecke, Anlagenstörungen, aber auch Fahrzeugstörungen und Vorfahrten anderer Züge in Unter-Purkersdorf. Auch der Flüchtlingsstrom führte laut Seif zu „Pünktlichkeitsabweichungen“.

Inwiefern sich die Verlagerung des Hauptverkehrs in Richtung Wien-Hauptbahnhof mit Fahrplanwechsel im Dezember auf die Pünktlichkeit der Züge auswirkt, lässt sich noch nicht sagen. Seif: „Eine Darstellung der Veränderungen seit Fahrplanwechsel ist derzeit noch nicht möglich.“