Erstellt am 10. Juni 2016, 05:10

von Nadja Straubinger

Wieder Bestnote für Ratzersdorfer See. EU-Bericht bescheinigt dem Ratzersdorfer See einen ausgezeichneten Zustand.

Beste Badegewässerqualität erwartet die Badebesucher auch heuer wieder im Ratzersdorfer See.  |  NOEN, Straubinger

Meteorologisch hat der Sommer bereits begonnen. Aber ein bisschen frisch ist der Sprung ins Wasser derzeit noch im wieder mit der Bestnote bedachten Ratzersdorfer See. Zum vierten Mal in Folge erhielt das EU-Badegewässer auf Basis der vorgeschriebenen Messungen im Vorjahr das Prädikat „ausgezeichnet“. Dieses höchste Qualitätslevel erreichten 239 der 265 kontrollierten Badegewässer in Österreich.

Im Vergleich zu vielen anderen Badestellen hat der Ratzersdorfer See einen großen Vorteil: In seiner Nähe gebe es keine weiteren Oberflächengewässer und Zuflüsse, die etwa bei hohen Niederschlagsmengen eine Verschmutzungsquelle darstellen könnten, heißt es im EU-Bericht. Außerdem gebe es rund um den See wenige intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, diese sind daher kaum ein Störfaktor für die Qualität.

Qualität schwankt bei Naturgewässern

„In längeren Wärmeperioden steigt die Zahl der Bakterien jedoch unweigerlich und die Wasserqualität kann leiden“, erklärt Werner Windhager von der AGES. Amtsarzt Edmund Entinger ergänzt: „Seen sind Naturgewässer und somit den jahreszeitlichen natürlichen Schwankungen unterworfen.“ Technische Eingriffe, um die gute Qualität zu halten, seien daher nur beschränkt möglich. Aber: „Es werden überzählige Wasserpflanzen entfernt. Diese verbrauchen beim Nachwachsen Nährstoffe und erzeugen Sauerstoff, was sich günstig auf die Wasserqualität auswirkt.“

Seitens der Stadt wird der Ratzersdorfer See laut Amtsarzt Edmund Entinger fünf Mal pro Badesaison entsprechend den Kriterien für offizielle EU-Badestellen überprüft. Laut aktueller Untersuchung wird ihm eine ausreichende Badewasserqualität bescheinigt.

Die AGES veröffentlicht die Ergebnisse ihrer Untersuchungen regelmäßig auf der Homepage www.ages.at/themen/umwelt/wasser/badegewaesser . Die nächsten Zahlen gibt es am
15. Juni. „Untersucht werden etwa die Anzahl von E. Coli Bakterien und von Enterokokken, die Sichttiefe und die Temperatur“, erklärt Windhager.

Der Viehofner See wird im Gegensatz dazu nicht nach EU-Badegewässerkriterien untersucht. „Weil er eine Naturbadestelle ist, besteht keine Gewährleistungspflicht durch die Stadt“, so Entinger. Dennoch werde der See zweimal jährlich von der Stadt nach gültiger Ö-Norm beprobt. Für heuer gibt es noch keine Messwerte.