Erstellt am 11. Dezember 2015, 04:13

von Beate Steiner

Wildburger am Klimagipfel: Für die Sicherheit ist gesorgt. St. Pöltner Christoph Wildburger ist bei UN-Konferenz als Wald-Experte dabei: „Die Veranstaltung ist bestens organisiert.“

Christoph Wildburger reiste zur Klima-Konferenz in die französische Hauptstadt. Foto: privat  |  NOEN, privat
25.000 Umwelt-Experten und Politiker bevölkern derzeit Paris, versuchen einen Vertrag zu beschließen, der den Klimawandel auf ein erträgliches Maß begrenzt. Mit dabei ist der St. Pöltner Christoph Wildburger.

Der Wald-Wissenschaftler, der seit Jahrzehnten bei den UN-Klimakonferenzen gefragt ist, zeigt sich beeindruckt von der Organisation und Freundlichkeit der Franzosen, in einer doch schwierigen und gefährlichen Zeit: „Die Konferenz ist perfekt organisiert und hochrangig besetzt, alle sind sehr bemüht.“

Für die Sicherheit der Teilnehmer werde bestens und augenscheinlich gesorgt: „Überall in der Stadt ist berittene Polizei auf Streife, mit der Hand an der Schusswaffe, nicht nur auf dem Konferenz-Areal, das ungefähr so groß wie St. Pöltens Innenstadt ist.“

„Die Stimmung ist sehr gemischt“

Ziel der Weltklima-Konferenz sind Maßnahmen, die eine Erd-Erwärmung um mehr als zwei Grad verhindern. „Gelingt das nicht, drohen massive Veränderungen des Weltklimas.“ Dadurch könnten einige pazifische Inseln untergehen, es werden Gebiete austrocknen, die Leute von dort in Gegenden fliehen, wo es noch Wasser gibt. Die Zahl der in Armut lebenden Menschen wird sich vergrößern, erläutert Wildburger.

Wie bei den vergangenen Klimakonferenzen ist das größte Hindernis für ein Abkommen die finanzielle Unterstützung der Entwicklungs- und Schwellenländer bei den Klimaschutzmaßnahmen, bestätigt Christoph Wildburger: „Die Stimmung in Paris ist sehr gemischt, aber alle sind interessiert, eine Einigung zu finden.“