Wilhelmsburg

Erstellt am 04. August 2016, 18:31

von Inge Moser

Kritik an Gebühr: „Nachteil für Vereine“. FP sieht Freiwillige benachteiligt und Betriebe bevorzugt. „Nur Halbwahrheiten“, kontert Gerhard Konlechner.

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Aufregung herrscht derzeit um den aktuellen FP-Kurier. Darin kritisiert FP-Schriftführerin Sandra Prerovsky, dass Vereine beim Faschingsumzug 100 Euro Standgebühr entrichten mussten. Für einige Vereine, wie beispielsweise den Wilhelmsburger Handballclub, sei es aber schwierig, solche Beträge überhaupt erwirtschaften zu können.

Die Kritik gelte umso mehr, so die Freiheitliche, wenn man bedenke, dass die Vereine zur Kasse gebeten werden, während Veranstaltungen, an denen Betriebe mitwirken, von der Stadtgemeinde subventioniert werden. Beispiele für diese in Wilhelmsburg gängige Praxis seien der Käsemarkt oder die Einkaufsnacht, ergänzt Prerovsky.

Gerhard Konlechner, Mitorganisator der Einkaufsnacht, wehrt sich gegen die blaue Kritik. „Man sollte, wenn man einen kritischen Bericht veröffentlicht, keine Halbwahrheiten von sich geben“, meint Konlechner. Es stimme zwar, dass die Stadtgemeinde Einkaufsnacht und Käsemarkt subventioniert. Die FP verschweige aber, dass jeder Betrieb für die Teilnahme an der Einkaufsnacht 180 Euro zahle. Außerdem würden die Wilhelmsburger Unternehmen zusätzlich einen Interessentenbeitrag für Tourismusgemeinden zahlen. „Das sind pro Betrieb und Jahr bis zu 1.000 Euro“, sagt Konlechner. Aus diesem Topf würden die Veranstaltungen subventioniert werden. Doch selbst damit ließen sich die Kosten in der Höhe von etwa 10.000 Euro für die Einkaufsnacht nicht stemmen. Der größte Teil werde eben durch die Beiträge der Firmen und Sponsoren sowie die 4.500 Euro von der Stadtgemeinde finanziert.

SP-Bürgermeister Rudolf Ameisbichler war für die NÖN zu keiner Stellungnahme zu erreichen.