Erstellt am 24. Februar 2016, 10:09

von Beate Steiner

Wisa-Chef wettert gegen Förder-Boykott. Messe-Organisator Frank Drechsler kämpft gegen Rückgang und subventionierte Mitbewerber an anderen Standorten.

„Mister Wisa“ beklagt sich, dass es für den Messestandort St. Pölten keine Förderung gibt.  |  NOEN, Vorlaufer

Frühling ohne Wisa in der Landeshauptstadt? Unvorstellbar – für die meisten St. Pöltner ist die Wirtschaftsschau untrennbar mit dem VAZ verbunden. An die 50.000 Besucher pilgern jährlich zu den rund 500 Ausstellern – doch es werden immer weniger.

„St. Pölten erscheint nicht im Messeprogramm"

Da hilft auch die neue Ausstellungshalle nicht, genau so wenig wie die Anstrengungen, rund um die Messe ein verlockendes Rahmenprogramm zu bieten. „Seit 34 Jahren organisisiere ich die Messe, aber ich bekomme dafür keine Unterstützung wie in anderen Bundesländern oder wie zum Beispiel die Tullner in Niederösterreich“, klagt Wisa-Organisator Frank Drechsler: „St. Pölten erscheint nicht im Messeprogramm, ist noch immer nicht messeförderwürdig, daher gibt das Land nichts her.“

Das wurde vor 30 Jahren als Ausgleich für die Landeshauptstadtwerdung beschlossen, bestätigt Lukas Reutterer, Pressesprecher von Landesrätin Petra Bohuslav: „Es gibt deshalb keine Messeförderung, weil diese über den Regionalförderungstopf erfolgt – und davon ist die Hauptstadt ausgeschlossen.“

Viele Pluspunkte für St. Pölten

Man kann ohne Landesunterstützung sicher nur schwer gegen die massiv subventionierte Konkurrenz bestehen, heißt es dazu vom Medienservice des Magistrats, und: „Deshalb erscheint auch weiterhin die Nischenstrategie in St. Pölten sinnvoll.“ Immerhin: Die zentrale Lage und perfekte Anbindung sowie entsprechende Infrastruktur in St. Pölten seien sicherlich Pluspunkte.