St. Pölten

Erstellt am 05. Juli 2016, 05:36

von Daniel Lohninger und Claus Stumpfer

Der Voith-Platz soll bald verkauft werden. Mehrere Bauträger wollen 3,5 Hektar großes Areal erwerben. Umgewidmet wird aber erst, wenn es Ersatz für BSV gibt.

Mehrere Generationen zeigten ihr Können auf dem Rasen des Voith-Platzes. Das ist aber nun Geschichte – auch der BSV soll übersiedeln. Prchal  |  NOEN

65 Jahre ist es her, dass der Voith-Platz eröffnet wurde. Mit dem Kicken auf dem legendären Platz ist es definitiv vorbei: Ende Juni wurde der Pachtvertrag des SKN St. Pölten vorzeitig aufgelöst. Bis Ende August wird er das Areal komplett räumen. Mit dem BSV Voith – mit den Sektionen Kegeln, Tennis, Segeln und Fotografie – gibt es laut Konzernsprecherin Kristine Adams konkrete Gespräche über eine vorzeitige Vertragsauflösung: „Wir sind hier ebenfalls auf einem sehr guten Weg.“

Die Entscheidung, dass sich der Voith-Konzern von dem 3,5 Hektar großen Areal mitten im Wohngebiet trennen will, fiel bereits vor eineinhalb Jahren. Hauptgrund dafür ist das St. Pöltner Aus von Voith Paper, der Eigentümerin des Platzes.

Für die Nachnutzung hat bereits ein Projekt mit Grünraumkonzept erarbeitet, das die legendäre Sportstätte zum modernen Siedlungsgebiet mit etwa 200 Wohnungen umwandeln soll. Kauf-Interessenten für das Areal gebe es bereits mehrere, bestätigt Adams. „Da sich die Gespräche in der Anfangsphase befinden, können wir zu den Interessenten noch keine Aussage treffen“, hält sie sich bedeckt.

BSV-Ersatzlösung bei der NV-Arena?

Auf einen Zeitplan will man sich bei Voith nicht festlegen. Adams: „Es gibt keine konkrete Zielvorgabe.“ Der Grund dafür: Die Umwidmung des Areals von „Sportanlage“ in „Bauland-Wohngebiet“ ist zwar im Stadtentwicklungskonzept bereits festgeschrieben, tatsächlich erfolgen wird sie aber erst, wenn auch mit dem BSV eine Einigung über eine Ersatzlösung gefunden wurde.

Dort betont Wilfried Sandler als Sektionsleiter der Sportkegler, dass die kommende Saison definitiv noch auf der alten Anlage gespielt werde. „Die Mannschaft bleibt großteils beisammen, wir wollen den Staatsmeistertitel.“ Wie es danach weitergeht, ist ungewiss. „Derzeit sieht es so aus, als würden wir eine neue Heimstätte in der Nähe der NV-Arena bekommen“, so Sandler. Seine Präferenz wäre eine andere, nämlich bei der Stadtsportanlage. Aber, so Sandler: „Wir nehmen es, wie es kommt.“

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