Erstellt am 20. Oktober 2015, 11:21

von Thomas Werth

"Wurden mit Pistole bedroht". Drei Kremser behaupten felsenfest, ein St. Pöltner habe auf der Schnellstraße bei Traismauer eine Waffe auf sie gerichtet. Polizei vermutet private Fehde.

 |  NOEN, Symbolbild

Spektakuläre Szenen spielten sich vor einigen Tagen mitten in der Nacht auf der Schnellstraße kurz vor Traismauer ab: Ein Lenker soll sogar drei Personen mit einer Waffe bedroht haben.

Zuvor soll der beschuldigte St. Pöltner mit seinem Auto den vor ihm fahrenden Pkw, in dem drei Kremser gesessen sind (mindestens einer von ihnen ist polizeibekannt), mit der Lichthupe mehrmals angeblendet und ihn anschließend überholt haben.

Fix ist: Beide Fahrzeuge sind stehen geblieben, alle vier Personen ausgestiegen. Dann soll der St. Pöltner plötzlich eine Waffe gezückt haben. „Ich habe auch ein Repetiergeräusch gehört“, gab einer der angeblich Bedrohten bei der Polizei zu Protokoll. Ob es sich dabei um eine echte Waffe oder um eine Schreckschusswaffe gehandelt hat, konnte hingegen keiner der Kremser mit Sicherheit feststellen.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Bei einer freiwilligen Nachschau wurde allerdings weder im Auto noch in der Wohnung des Beschuldigten eine Waffe gefunden.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei diesem Vorfall um eine „Begleiterscheinung“ einer privaten Fehde handelt. „Sie müssen sich schließlich anhand der Fahrzeuge erkannt haben, sonst hätten sie sich nicht mit dem Fernlicht sekkiert“, so ein Polizist.