Erstellt am 24. Dezember 2015, 07:33

von Mario Kern und Jutta Streimelweger

Zu Weihnachten im einsatz. Trotz Feiertagen sind zahlreiche Helfer im Dienst und sorgen für Sicherheit, Erste Hilfe und Gesundheit.

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Wenn die St. Pöltner ihr Weihnachtsmenü speisen, Geschenke übergeben und den Abend im Kreise der Familie verbringen, sind sie im Einsatz, um im Ernstfall zu helfen: Sanitäter, Ärzte, Krankenhauspersonal und Feuerwehrleute.

„In der Nacht des Heiligen Abends und in der Silvesternacht sind 183 Bedienstete – in etwa gleich viele wie bei ‚normalen‘ Nachdiensten – tätig“, so Universitätsklinikumssprecher Thomas Wallner. Am Christtag versorgen tagsüber rund 480 Mitarbeiter die Patienten. 24 Stunden täglich besetzt ist das Herzkatheterlabor, an den Weihnachtsfeiertagen finden auch geplante OPs sowie Notfall-Operationen statt: „So sind beispielsweise an den Feiertagen tagsüber in der OPs geplant. Akutpatienten werden sowohl am Tag als auch in der Nacht operiert.“

„Wenn Patienten zu Weihnachten nicht nach Hause entlassen werden können, wird versucht, die Weihnachtsatmosphäre ins Klinikum zu bringen.“ Thomas Wallner, Sprecher des Universitätsklinikums

Wenn Patienten zu Weihnachten nicht nach Hause entlassen werden können, werde versucht, die Weihnachtsatmosphäre ins Klinikum zu bringen: „Auf den Stationen finden sich Adventkränze und weihnachtliche Gestecke. Das Personal dekoriert die Gänge auf den Stationen und verschönert auch die Patientenzimmer mit weihnachtlichem Flair.“ Im Eingangsbereich des Universitätsklinikums kündigt ein gut vier Meter hoher Christbaum das bevorstehende Fest an und auch an den Klinischen Abteilungen wird ein Christbaum für die Patientinnen und Patienten geschmückt.

„Am Nachmittag des Heiligen Abends finden Weihnachtsfeiern auf den Bettenstationen statt. Das Team der katholischen und evangelischen Krankenhausseelsorge gestaltet auf allen Stationen eine Feier mit musikalischer Begleitung“, so Wallner, der schon weiß, was das Christkind den Patienten bringt: „Es gibt symbolische Geschenke, heuer in Form von ‚Geschenk-Engeln‘, die von der Polytechnischen Schule Böheimkirchen angefertigt und gespendet wurden.“ Auch das Weihnachtsessen ist im Krankenhaus besonders: „An den Feiertagen gibt es für die Patienten besondere Menüs und am Weihnachtstag auch ein kleines Weihnachtspräsent.“

Mit dem Blaulicht zu Weihnachten unterwegs

Ebenfalls rund um die Uhr in Bereitschaft sind die Ersthelfer von Rettung und Feuerwehr. „Jedes Jahr befinden sich bis zu fünf Mitglieder der Stadtfeuerwehr am 24. Dezember in Bereitschaft“, erklärt FF-Pressesprecher Max Korten. Der Rest der Mannschaft sei aber auch jederzeit bereit ins Feuerwehrhaus einzurücken, sollte ein Einsatz kommen. Im letzten Jahr mussten die Florianis zu acht Einsätzen: „Neben Christbaumbränden fallen zu Weihnachten auch Einsätze wie Brandmeldealarme und Verkehrsunfälle an, welche das gesamte Jahr über zu dem Einsatzalltag der Stadtfeuerwehr zählen.“

RK, ASBÖ und Polizei für Feiertage gerüstet

Ganz verschieden sind auch die Einsätze des Roten Kreuzes zu Weihnachten: „Diese unterscheiden sich nicht vom Rest des Jahres“, so RK-Bezirksstellengeschäftsführer Sebastian Frank. 15 Mitarbeiter haben am Heiligen Abend Rettungsdienst: „Im letzten Jahr mussten wir 14 Mal ausrücken.“ Praktisch: Der Christbaum in der Dienststelle ist mit einer Lichterkette versehen: „Damit niemand vergessen kann, die Kerzen auszumachen, wenn rasch ausgefahren werden muss.“

Ähnlich sieht es beim St. Pöltner Samariterbund aus – die Dienststelle ist zu Weihnachten, feiertags und zu Silvester voll besetzt. ASBÖ-Obmann Markus Voglauer selbst wird nach seinem Dienst als Christophorus-Flugretter am Heiligen Abend sowie zu Silvester nachts die Einsatzleitung übernehmen. In der Dienststelle in der Herzogenburger Straße werden die am Heiligabend eingesetzten Samariter mit Essen versorgt. Ein Christbaum soll für weihnachtliche Stimmung sorgen. „Obwohl die Mitarbeiter der Erfahrung nach nicht viel Zeit in der Dienststelle verbringen werden“, vermutet Voglauer.Das kann auch Stadtpolizei-Kommandant Franz Bäuchler bestätigen: „Für uns ist der 24. Dezember eine ganz normale Nacht mit vielen Einsätzen.“ 22 Polizisten sind im Dienst, um im Notfall auszurücken: „Gerade für Familienstreitigkeiten ist Weihnachten leider schon prädestiniert.“