Erstellt am 26. Juli 2016, 12:02

von Hermann Knapp

Footloose: Kritik.

Amstetten. Religiöse Hartleibigkeit gegen freie Lebenslust: Arial (Barbara Obermeier) und Chuck (Julian Looman).  |  Gerhard Sengstschmid

Ein Sohn und seine Mutter, vom Vater verlassen, ziehen aus Chikago in die Kleinstadt Bomont. Weil vor Jahren vier Jugendliche bei der Heimfahrt von einer Disco verunglückt sind, herrscht dort striktes Tanzverbot. Reverend Moore (großartig zerrissen Patrick Imhof), der selbst einen Sohn verloren hat, wacht darüber mit fast göttlicher Autorität.

Doch Neuling Ren McCormack (charismatisch Natha nael Koll) predigt Lebensfreude und Auflehnung, unterstützt von Moores Tochter Ariel (gekonnt aufmüpfig Barbara Obermeier). So weit im Westen nichts Neues! Aber mit welcher Wucht und Lebenslust (allen voran Annakatharin Naderer als Rusty) die Jugend da in der Pölzhalle rebelliert, ist hinreißend und hebt das Publikum förmlich von den Stühlen.

Fazit: Regisseur Ramesh Nair und sein junges Ensemble zünden ein Musical-Feuerwerk.