Erstellt am 19. Juli 2016, 08:42

von Thomas Jorda

Braunschlag: Kritik.

Asparn an der Zaya. Liebe, Freundschaft, Samenspende: Christian Strasser, Manuel Witting, Angelika Niedetzky (von links).  |  NOEN, Martin Hesz

Im Filmhof ist die Welt in Ordnung. Da werden noch alle, die der ersten Reihe nahe kommen, ausführlich begrüßt. Schließlich muss man die knappe Stunde Verspätung irgendwie füllen.

Auf dem Programm steht die Dramatisierung einer bereits legendären ORF-Serie von David Schalko. Doch was dort trotzig absurd und mitreißend anarchistisch gelingt, gleitet hier immer wieder ins bloß unangenehm Obszöne ab, gerät platt, unverständlich und wenig witzig.

Regisseur Hakon Hirzenberger und sein Ensemble wären zu mehr fähig gewesen, wie kleine, kostbare Szenen zeigen. Der erste Kuss zwischen der unbefriedigten Ehefrau (Doris Hindinger) und dem schwarzafrikanischen vatikanischen Gesandten (David Wurawa) etwa gerät bei aller Komödiantik fast zum Drama.

Fazit: Nicht alles, was im Fernsehen gut ist, passt auf die Bühne. Wie hier schmerzlich zu erfahren.