Erstellt am 12. Juli 2016, 13:59

von Thomas Jorda

Das Dreimäderlhaus: Kritik.

Baden. In der sentimentalen Geschichte einer enttäuschten Liebe zeigt sich Jörg Schneider als Franz Schubert von der besten Seite.    |  Foto:  Husar

Schön und tief ist die Musik von Franz Schubert. Einige seiner besten Werke sind in diesem Singspiel zusammengefasst. Das dennoch manchmal zur Kitschorgie verkommen ist.

Doch diesmal ganz und gar nicht; im Gegenteil. Heiter und leicht gerät Regisseurin Isabella Fritdum die Geschichte, doch genauso
seufzerschwer und tränenreich. Ein Herz aus Stein hat, wen das nicht im Innersten anrührt!

Die Ausstattung von Susanne Thomasberger ist wundervoll, die Choreografie von Guido Markowitz ein Juwel. Im Ensemble nur ausgezeichnete Stimmen und großes schauspielerisches Können. Jörg Schneider ist der sanfteste Schubert, seine kraftvolle Stimme strahlt in vielen Farben. Juliette Khalil macht das Hannerl in bester Komödiantik zum Erlebnis.

Fazit: Ein großes Erlebnis. Das Beste, was an Musiktheater seit Langem zu finden war.