Erstellt am 09. August 2016, 08:58

von Michaela Fleck-Regenfelder

The two Gentlemen of Verona: Kritik.

Carnuntum. Am Weg zur Liebe: Guy Hughes als schüchterner Valentine und Dharmesh Patel als umwerfender Proteus.  |  NÖN, Barbara Pálffy

Wenn die beste Shakespeare-Company der Welt, nämlich die aus dem Londoner Globe, in Niederösterreichs ältestes Theater, nämlich das in der Römerstadt Carnuntum kommt, dann wird’s laut. Nicht nur, weil Regisseur Nick Bagnall diesmal seine Truppe auf einen Road-Trip in Richtung Rock’n’Roll schickt. Und dabei so hemmungslos drummen, shaken, schmachten und röhren lässt, dass man am liebsten mitmachen möchte. Sondern auch, weil in Shakespeares angeblich erstem Stück so heftig gelebt, gelitten, gelogen und betrogen wird, dass es intensiver kaum noch geht. Und dass einem Proteus (Dharmesh Patel), Valentine (Guy Huges), Julia (Leah Brotherhead), Sylvia (Aruhan Galieva) oder Thurio (Amber James) am Ende leidtun, vor lauter Liebe.

Fazit: Ein schriller, schräger, lauter, leidenschaftlicher Trip – Shakespeare rockt!