Erstellt am 26. Juli 2016, 12:08

von Thomas Jorda

Diamant des Geisterkönigs: Kritik.

Gutenstein. Die liebenswerte Hoffnung macht dem leidenden Jüngling Mut: Prinzipalin Andrea Eckert und Alexander Meile.  |  Joachim Kern

Der Ruf, eines der schwächsten Stücke von Ferdinand Raimund zu sein, eilt diesem Zauberspiel voraus. Ein Vorurteil, wie die Inszenierung von Cornelia Rainer beweist. Leichtfüßig und lustig kommen Geister und Menschen daher, immer wieder auch tiefsinnig, melancholisch, romantisch, sentimental, verliebt.

Wie sich der Drang zum Reichtum zur Hingabe an die Liebe wandelt, das ist sehenswert, wenn man sich erfolgreich auf die anfänglichen Wirrnisse einlässt. Beeindruckend das Ensemble: Matthias Mamedof als umtriebiger Florian, Karl Ferdinand Kratzl als listiger Geisterkönig, Alexandra-Maria Timmel als dessen trinkfreudiger Adjutant, Lisa Weidenmüller als liebenswerte Amine. Und Prinzipalin Andrea Eckert ist eine Hoffnung zum Niederknien.

Fazit: Ferdinand Raimund kann viel mehr, als man ihm nachsagt. Wie hier wunderbar zu erleben.