Erstellt am 12. Juli 2016, 14:41

Cavalleria / Bajazzo: Kritik.

Klosterneuburg. Tödliche Liebe: Zurab Zurabishvili als betrogener Bajazzo und Eugenia Dushina (eine Entdeckung!) als zauberhafte Nedda.  |  NOEN, Lukas Beck

Wenn einer schon am Anfang vom Küssen und vom Sterben singt, dann kann das nur böse enden – bei Mascagni wie bei Leoncavallo. Bei dem einen muss der Liebhaber dran glauben, bei dem anderen auch noch die untreue Ehefrau. Und am Ende, wenn die „Commedia finita“ ist, bleibt nur Schmerz.

Und ein paar der sehnsüchtigsten Melodien der Operngeschichte. Die kommen bei Isabella Gregor (Regie) in Hosenträgern und Osterkerzen oder in Ringelstrümpfen und im sternenbunten Zirkuswagen daher.

Und klingen selbst in der seltsamen Kulisse von Walter Vogelweider so furchtbar traurig (ergreifend: Stella Grigorian) und so herzzerreißend komisch (feurig: Clemens Unterreiner, flott: Maximilian Mayer), dass man dringend ein paar Taschentücher braucht…

Fazit: Liebe, Tod und Tränen am Dorf und bei den Clowns – ganz großes Drama im Doppelpack.