Mödling

Erstellt am 17. August 2016, 09:51

von Michaela Fleck-Regenfelder

Nacht.Stücke: Kritik.

Mödling. Das weiße Püppchen und der schwarze Sandmann: Carina Thesak und Intendant Bruno Max im Bunker.  |  NOEN, Bettina Frenzel

Von der Hölle in die Nacht ist es nicht weit. Vom Genie zum Wahnsinn auch nicht. Also macht man im Mödlinger Bunker heuer da weiter, wo man letztes Jahr aufgehört hat: in der Dunkelheit eines genialen Geistes. Der heißt diesmal E. T. A. Hoffmann. Plagt sich im Polen und Preußen des 18. Jahrhunderts mit Beamtenjobs und Polizeichefs. Und träumt von Mozart und anderen Lichtgestalten. In 21 Stationen hat Bruno Max seine abgründige Reise ins Innere des Malers, Musikers und Dichters gepackt. Und lässt neben guten Feen und stummen Gattinnen – grandios wie immer das Ensemble – so teuflische Doktoren, so dämonische Generäle und so zappelnde Püppchen aufmarschieren, dass man sich am Ende selbst fühlt wie „ein Sonntagskind, das Dinge sieht“.

Fazit: Eine abgründige Reise in die Dunkelheit eines genialen Geistes – dämonisch gut.