Erstellt am 05. Juli 2016, 13:51

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Kritik: Das falsche Gesicht … .

Maria Enzersdorf. Wildes Treiben: Martin Gessl bauer (Marlowe, links), Gerhard Rühmkorf (Shakespeare), Anke Zisak (Porzia). Schätzle  |  NOEN, Schätzle

„Scio, nescio“ – frei übersetzt: „Wir wissen, dass wir nichts wissen.“ Das trifft auf den geheimnisumwitterten englischen Klassiker William Shakespeare, von dem keine handschriftliche Zeile überliefert ist, wohl zu.

Aus der Hypothese, dass der Schriftsteller Christopher Marlowe (Martin Gesslbauer) mithilfe des Secret Service untertaucht und seine Stücke vom Kaufmann William Shakespeare (Gerhard Rühmkorf) unter dessen Namen veröffentlichen lässt, kreiert Regisseur Gerald Szyszkowitz in seinem Buch „Das falsche Gesicht – oder Marlowe ist Shakespeare“ eine gewagte Interpretation der vermeintlichen Geschichte, eine Komposition aus Facts und Fiction.

Für deren Inszenierung nimmt er sich die Weile, die gut Ding bei ihm zu brauchen scheint.

Fazit: Ein komplexes literaturgeschichtliches Puzzle, nichts für Eilige oder Ungeduldige.