Erstellt am 26. Juli 2016, 12:04

von Sandra Sagmeister

Pinocchio Superstar: Kritik.

Mödling. Moritz Mausser spielt den Pinocchio, der sein Ego erkundet. In die Quere kommt ihm Rosalotta (Rita Sereinig).  |  Roman Zagler

In Italien ist er ein Nationalheld der Kinder, in Österreich eher weniger. Norberto Bertassi, Teatro-Intendant und gebürtiger Italiener, will das ändern und spielt auch gleich selber mit. Er schlüpft in die ausgeleierten Hosen Geppettos, den er rührig mimte.

Norbert Holoubek schrieb den Text neu und gut, Wendy Maurer-Menzel verpackte die alte Geschichte in eine neue Inszenierung, wurde aber nicht zu zeitgeistig – viel blieb vom alten Charme. Der musikalische Leiter, Frizz Fischer, komponierte die Musik, die live gespielt und funkig sich ins Ohr „wurmte“; diesmal verzichtete man auf den stampfend lauten Musical-Sound.

Und die neugierige Holzpuppe, die ständig vom tugendhaften Weg abkommt, spielte Moritz Mausser, der das Zeug zum Superstar hat.

Fazit: Eine Inszenierung, wo man gerührt, aber nicht durcheinandergeschüttelt wird.