Erstellt am 05. Juli 2016, 13:43

von Thomas Jorda

Die Katze auf dem Blechdach: Kritik.

Reichenau. Die Katze auf dem heißen Blechdach (Stefanie Dvorak). Foto: Dimo Dimov  |  NOEN, Dimo Dimov

Sex sells, das wissen wir. Aber Sex löst auch Probleme. Behauptet Tennessee Williams.

Es wäre kein Meisterwerk, stünde hier nicht Liebe und Lust in direktem Verhältnis zu Leid und Tod. Eines gibt’s nicht ohne das Andere.

Beverly Blankenship ist zu den Festspielen zurückgekehrt. Sie inszeniert das Familien drama transparent, ohne geheime Botschaften zwischen den Zeilen. Was über das verheerende Seelenleben der Figuren – und uns selbst! – gesagt werden muss, wird gesagt.

Peter Loidolt streicht mit seinem wunderbar duftigen Bühnenbild die Brutalität des Geschehens hervor. Stefanie Dvorak als Maggie oszilliert großartig zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Marin Schwab beeindruckt als ebenso gewalttätiger wie verzweifelter Big Daddy.

Fazit: Das Drama einer Familie klar nachvollziehbar in Szene gesetzt und exzellent gespielt.