Erstellt am 05. Juli 2016, 13:46

von Thomas Jorda

Liebelei: Kritik.

Reichenau. Liebe, die ein allzu jähes, tödliches Ende findet. Alina Fritsch als Christine, Dominik Raneburger als Fritz.  |  Dimo Dimov

Arthur Schnitzlers frühes Werk zählt zu den Kostbarkeiten der österreichischen Theaterliteratur. Vor allem, weil sich hier die schönsten Rollen finden. Und die sind bestens besetzt.

Alina Fritsch gestaltet als Christine facettenreich eine ganze Welt an Gefühlen: Sanftmut und Liebe, Trauer, Wut und Verzweiflung. Maria Schuchter ist als Mizi eine liebenswerte wilde Henne mit großem Herz. Regina Fritsch, die auch für die hochsensible und packende Inszenierung sorgt, spielt die Katharina als köstliche Bissgurn.

Und der Weiring des Wolfgang Hübsch geht tief zu Herzen. Dann sind noch die beiden jungen Herren – Dominik Raneburger als Fritz, Florian Graf als Theodor – lobend zu nennen. Sie alle bereiten ein großes Theatererlebnis, das zu Tränen rührt.

Fazit: Schnitzler in Reichenau ist meist ein großes Theatererlebnis. Diesmal ein ganz besonderes.